Ärzte Zeitung, 12.07.2004

UV-Licht des Solariums hellt Stimmung auf

Probanden nach Sonnendusche deutlich entspannter / Ursache für Risikobereitschaft?

Der Teint ist möglicherweise nur ein Grund dafür, warum sich so viele Menschen unter die Sonnenbank legen. Das UV-Licht hellt auch die Stimmung auf. Foto: dpa

NEU-ISENBURG (Smi). Wer sich regelmäßig unters Solarium legt, tut dies vielleicht nicht nur wegen der Bräune, sondern weil das ultraviolette Licht seine Stimmung aufhellt. Dies legt eine Studie nahe, die Forscher des Wake Forest University Baptist Medical Centers in North Carolina jetzt vorgelegt haben.

Wie die US-Universität im Internet mitteilt, haben Stephen Feldman und Kollegen 14 junge Erwachsene befragt, die sich über sechs Wochen jeweils montags und mittwochs abwechselnd unter zwei verschiedene, jedoch identisch aussehende Solarien gelegt haben. Was die Probanden nicht wußten: Eine der Sonnenbänke verfügte über UV-Licht.

Jeweils vor und nach den Sonnenduschen wurden die Teilnehmer nach ihrer Stimmung befragt. Jene, die dem UV-Licht ausgesetzt waren, fühlten sich nachher deutlich entspannter. Die Forscher vermuten, daß durch die Bestrahlung mit UV-Licht Endorphine ausgeschüttet werden. Das könnte zusätzlich erklären, warum sich viele Solarienbenutzer trotz der bekannten Gefahren immer wieder dem UV-Licht aussetzen.

Topics
Schlagworte
Haut-Krankheiten (1987)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Amazonas-Volk hat die gesündesten Gefäße weltweit

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »

Kiffen schädigt wohl doch Herz und Hirn

Cannabis-Konsum erhöht offenbar doch das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche. Zumindest hat sich ein entsprechender Zusammenhang in einer umfassenden US-amerikanischen Analyse gezeigt. mehr »