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Akne-Präparat hat geringes Resistenzrisiko

WIESBADEN (hbr). Eine Antibiotika-Therapie bei Akne wirkt gegen Propionibacterium acnes, einen der wichtigsten ätiologischen Faktoren. Die Antibiose birgt allerdings die Gefahr von Resistenzen. Ein topisches Präparat, das eine Kombination von Antibiotikum und einem anderen antimikrobiellem Wirkstoff enthält, mindert dieses Risiko.

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Das berichtete Professor Falk Ochsendorf von der Universität Frankfurt am Main bei einer Veranstaltung in Wiesbaden. Als Beispiel nannte er Duac® Akne Gel: Es enthält das Antibiotikum Clindamycin (ein Prozent) und Benzoyl-Peroxid (BPO, fünf Prozent). Clindamycin hemmt die Vermehrung von P. acnes. BPO wirkt durch Freisetzen von Sauerstoff antimikrobiell. Es tötet deshalb auch Keime ab, die Clindamycin trotzen.

Dies senkt die Gefahr von Resistenzen. So waren in einer Studie nach zwölfwöchiger Therapie weniger P. acnes nachweisbar als zu Beginn. Außerdem waren deutlich weniger der noch vorhandenen Bakterien gegen Erythromycin oder Clindamycin resistent. Dagegen nahm die Rate der Resistenzen bei Erythromycin plus Zinkacetat zu, so Ochsendorf bei der vom Unternehmen Stiefel unterstützten Veranstaltung. Das dual wirkende Gel ist indiziert bei leichter bis mittelschwerer Akne, besonders wenn sie mit entzündlichen Läsionen einhergeht. Es wird einmal täglich aufgetragen.

Eine zweite Studie hat ergeben, daß sich die entzündlichen Läsionen mit dem Gel rasch besserten. Sie gingen bereits in der ersten Woche um ein Viertel zurück und damit signifikant stärker als mit dem ebenfalls topischen Retinoid Adapalen.

Eine zwölfwöchige Anwendungsbeobachtung belegt den Nutzen des Akne-Gels. Ausgewertet wurden Daten von fast 900 Patienten und 205 Hautärzten, so Professor Uwe Gieler aus Gießen. Zwar stuften die Patienten ihre Akne zu Beginn als etwas schwerer ein als die Ärzte. Aber die Wirkung des Gels bewerteten beide Gruppen ähnlich: Die Schwere der Krankheit ging kontinuierlich und erheblich zurück - insgesamt um 42 bis 61 Prozent. Parallel dazu besserte sich auch die Lebensqualität der Patienten deutlich.

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