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Drei typische Hautzeichen verraten die Schuppenflechte

HANNOVER (grue). Drei leicht erkennbare Zeichen sichern die Diagnose Psoriasis vulgaris weitgehend. Charkteristisch sind Schuppen wie Kerzenwachs, das letzte Häutchen und der blutige Tropfen.

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Bei der Psoriasis, einer Verhornungsstörung der Haut, entwickeln sich die scharfbegrenzten rötlichen Plaques mit schuppigem Belag bekanntlich besonders an den Ellenbogen und auf den Knien. Aber auch der äußere Gehörgang, die Nägel, die behaarte Kopfhaut und das Steißbein können betroffen sein, wie Professor Peter Elsner aus Jena bei einer Pri-Med-Fortbildung in Hannover berichtet hat. Bei der für Hausärzte konzipierten Fortbildungsreihe ist die "Ärzte Zeitung" Medienpartner.

Elsner erinnerte an drei Hautphänomene, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Psoriasis hindeuten:

  • "Kerzenwachs": Die abgelösten Schuppen glänzen silbrig und sehen aus wie Kerzenwachs.
  • "letztes Häutchen": Nach Entfernung der Schuppen bleibt eine dünne, leicht zu entfernende Epidermisschicht übrig.
  • "blutiger Tau": Wird das Häutchen entfernt, tritt punktuell Blut aus den Kapillaren.

Treten diese Merkmale an den klassischen Prädilektionsstellen auf, steht die Diagnose Psoriasis fest.

Schwierig wird es bei Patienten mit vermuteter isolierter Nagel-Psoriasis. Differentialdiagnostisch ist hier auch an eine Onychomykose zu denken. "Hier ist eine mykologische Untersuchung nötig", sagte Elsner.

Außerdem müsse nach Arthritiden gefahndet werden, die bei bis zu 40 Prozent der Psoriasis-Patienten hinzukommen. Typisch ist ein Befall der kleinen Fingergelenke mit Schwellung, Schmerzen und späterer Ankylosierung. "Diese erhebliche und oft unterschätzte Komorbidität schränkt die Lebensqualität von Patienten mit Psoriasis weiter ein", betonte Elsner.

Am unangenehmsten für Psoriasis-Patienten ist aber die Hautschuppung. Jeder zweite macht davon die Wahl seiner Kleidung abhängig.



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