Ärzte Zeitung, 25.05.2007

Gel aus Eigenblut fördert die Wundheilung

CHICAGO (ddp). Ein aus Bestandteilen des eigenen Bluts hergestelltes Gel kann die Wundheilung beschleunigen. Vor allem die Gewebeneubildung wird gefördert.

US-Forscher fügten Studienteilnehmern tiefe Hautverletzungen am Oberschenkel zu und behandelten sie entweder mit einem Gel, das aus Blutplättchen des Patienten hergestellt wurde, oder mit einer üblichen antibakteriellen Wundsalbe. Mit dem Gel versorgte Wunden verheilten etwa fünf Tage schneller: Sie waren im Mittel nach 30 Tagen komplett verheilt, mit üblicher Salbe versorgte Wunden nach 35 Tagen (Arch Facial Plast Surgery 9, 2007, 174).

Zusätzlich entnahmen die Forscher Gewebeproben und untersuchten unter dem Mikroskop die Zelleigenschaften. Die Analysen ergaben: Die Neubildung von Gewebe bei den mit dem Gel versorgten Wunden setzte etwa drei Tage eher ein.

In dem Gel ist der Gehalt an Thrombozyten etwa sechsmal höher als im Plasma. Das Verfahren könnte besonders bei Operationswunden und bei Patienten mit Wundheilungsstörungen eingesetzt werden, berichten die Forscher.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »