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Sensormatte mit "Gefühl" verhindert Dekubitus

MAGDEBURG (eb). Wer im Rollstuhl sitzt oder dauerhaft bettlägerig ist, läuft Gefahr, einen Dekubitus zu entwickeln. Pflegekräfte oder Angehörige müssen das ständig im Blick behalten.

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Diese Aufgabe könnte künftig eine neu entwickelte Sensormatte übernehmen: Forscher des FraunhoferInstituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg bringen textilen Polstern das ‚Fühlen‘ bei, indem sie diese mit intelligenter Sensorik ausstatten.

"Jeder Mensch hat einen individuellen Körperbau, der unterschiedlichen Druckbelastungen standhalten muss", wird Martin Woitag, Wissenschaftler am IFF, in einer Mitteilung des Instituts zitiert.

"Unsere aus herkömmlichem Schaumstoff und leitfähigen Garnen bestehende Sensormatte erfasst automatisch, wie eine Person sitzt oder liegt, und sorgt an den gefährdeten Stellen ebenso automatisch für Druckausgleich, indem eine Aktorik angesteuert wird", sagt er. Hierfür reichten hundert Messpunkte auf einer typischen Sitzfläche aus.

Plattenkondensator

Der Trick: Die taktile Sensormatte funktioniert nach dem Prinzip eines Plattenkondensators. Anstelle von Platten werden zwei textile Komponenten verwendet, die matrixförmig angeordnete Sensorzellen bilden.

Ein leitfähiges Garn fungiert als Elektrode. Hinzu kommt ein Schaumstoff, in dem im Abstand von vier Zentimetern Sensorzellen angebracht sind. Wird eine einzelne Zelle zusammengedrückt, ändert sich die Spannung - ein elektrischer Impuls entsteht.

Eine an das Sensorsystem angeschlossene Messelektronik wertet die Daten in Echtzeit aus, bewertet sie und reguliert Luftkissen, die sich unter dem Sensorsystem befinden.

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