Ärzte Zeitung, 18.12.2011

Anlage produziert künstliche Haut

STUTTGART (dpa). Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft haben eine Anlage entwickelt, die Haut züchtet. Als Zelllieferanten dienen dabei Vorhäute von bis zu vier Jahre alten Jungen.

Auf Gewebekulturplatten wächst daraus die neue Haut auf einer Kollagenschicht, so Andreas Traube, Diplom-Ingenieur am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA).

Die künstliche Haut soll Tests für Arzneien, Chemikalien oder Kosmetika vereinfachen und Tierversuche unnötig machen. Als mögliche Anwendungsfelder werden Forschung zu Krebs, Pigmentstörungen, Allergien oder Pilzinfektionen genannt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »