Direkt zum Inhaltsbereich

Sonnenschutz ist für Kinder besonders wichtig

Schon einzelne Sonnenbrände im frühen Kindesalter erhöhen das Risiko, im Erwachsenenalter an einem malignen Melanom zu erkranken. Dicht gewebte Kleider, Hüte, Brillen mit UV-Gläsern und Cremes sind Maßnahmen gegen Sonnenbrand.

Von Privatdozent Tomas Jelinek Veröffentlicht:

Bei Kindern sind die Sonnenschutzmechanismen der Haut wie Bräunung, Bildung einer Lichtschwiele und Zellreparaturvorgänge, weniger entwickelt als bei Erwachsenen. Schon einzelne Sonnenbrände im frühen Kindesalter erhöhen das Risiko, im Erwachsenenalter an einem malignen Melanom zu erkranken. Für sehr kleine Kinder kann ein großflächiger Sonnenbrand sogar akut lebensbedrohlich sein und muss ärztlich behandelt werden.

Bester Sonnenschutz: Schatten und bedeckende Kleidung

Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von einem Jahr sollten deshalb gar nicht der direkten Sonne ausgesetzt und auch im Schatten durch locker sitzende, dicht gewebte Kleidung vor Streustrahlung geschützt werden.

Auch für ältere Kinder ist bedeckende Kleidung der beste Sonnenschutz. Im Handel sind Textilien mit hohem UV-Protektionsfaktor (UPF) erhältlich, der bei Kindern mindestens 30 betragen sollte. Zusätzlich sind ein Sonnenhut mit breiter Krempe sowie eine Sonnenbrille mit UV A- und UV B-Schutzgläsern empfehlenswert.

Unbedeckte Körperteile wie Gesicht, Hände oder die Füße müssen mit Sonnenschutzmittel eingecremt werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz rät für die Anwendung bei Kindern mindestens zu Lichtschutzfaktor (LSF) 30, bei sehr heller Haut sowie bei Aufenthalten am Wasser, in großen Höhen und in den Tropen zu Lichtschutzfaktor 50 und höher.

Die Sonnencreme sollte großzügig, möglichst schon etwa 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne und dann erneut alle zwei Stunden aufgetragen werden. Nach dem Baden und Abtrocknen sollten Sonnenbadende immer nachcremen - auch wenn sie Produkte mit der Bezeichnung "Wasserfest" verwenden.

In den Tageszeiten der höchsten Sonnenintensität zwischen 11 Uhr und 15 Uhr ist es am besten, die direkte Sonne zu meiden.

Über den aktuellen UV-Index - und damit über die Sonnenbrandgefahr- in Deutschland und weltweit informiert der Deutsche Wetterdienst auf seinen Internet-Seiten: http://kunden.dwd.de/uvi/forecast

Infos zur Reisemedizin: www.crm.de

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Von Infektionen bis Dermatozoenwahn

Dermatologische Komplikationen von „Chemsex“

Häufige Komorbidität

Woher kommt die Fettleber bei Hidradenitis suppurativa?

Das könnte Sie auch interessieren
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Pityriasis versicolor

© iStock / C5C

Kleienpilzflechte im Sommer

Pityriasis versicolor sicher erkennen und gezielt behandeln

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Stirn

© Pedrojperez | iStock

Risiko Aktinische Keratose:

„Es ist nicht so, wie wir es jahrelang geglaubt haben.“

Anzeige | Biofrontera Pharma GmbH
Ärztin mit Patient

© FatCamera | iStock

Aktinische Keratose:

Die Therapieadhärenz ist entscheidend für den Behandlungserfolg

Anzeige | Biofrontera Pharma GmbH
Wange und Nase mit Akne

© Yuliya Shauerman | iStock

Ein Fall für zwei:

Monosubstanz gegen Akne vulgaris und Rosazea

Anzeige | Biofrontera Pharma GmbH
Kommentare
Dr. Elmar Perwein 09.05.201212:49 Uhr

UV-Bestrahlung von Neugeborenen

.. und warum legt man dann Neugeborene so bedenkenlos tagelang in UV - Kabinen (bei Ikterus)? Das dürfte doch die Melanozyten massiv aktivieren!

Sonderberichte zum Thema
Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

© APOGEPHA Arzneimittel GmbH | Generated by AI

Überaktive Blase

Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APOGEPHA Arzneimittel GmbH, Dresden

Vitamin-B12-Mangel

Frühzeitig erkennen, gezielt therapieren

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, Böblingen
 Abb. 1: Anwendung von Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1,8]

Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

Topische steroidfreie Behandlungsoption bei atopischer Dermatitis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Incyte Biosciences Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Besser als Atemtherapie?

Supragastrisches Aufstoßen lässt sich mit Gesang vertreiben

Lesetipps
Koloskopie, Blick auf den Monitor

© Issara - stock.adobe.com

Anstoß zur Diskussion

Darmkrebs: Ist die koloskopische Überwachung falsch aufgestellt?

Ein Arzt zählt mit den Fingern bis Drei.

© Arnéll Koegelenberg/peopleimages.com/stock.adobe.com

Regionaler Multimorbiditäts-Vergleich

Wo es relativ viele Ü-50-Jährige mit drei oder mehr chronischen Erkrankungen gibt