Direkt zum Inhaltsbereich

An Weihnachten mehr tödliche Herzprobleme

LA JOLLA (ob). Weihnachten und Neujahr sind festliche Höhepunkte des Jahres. Leider bilden beide Feste auch in weniger erfreulicher Hinsicht einen jahreszeitlichen Gipfel: Nach einer Analyse von Mortalitätsdaten in den USA ist die Zahl der Todesfälle an diesen Tagen so hoch wie zu keiner anderen Zeit.

Veröffentlicht:

In den Wintermonaten Dezember und Januar ist die kardiale Sterblichkeitsrate höher als etwa zwischen Juni und September, haben Studien ergeben. Ein US-Forscherteam um Dr. David Phillips aus La Jolla im US-Staat Kalifornien wollte nun wissen, ob diese winterliche Zunahme von Todesfällen etwas mit der Ferienzeit um Weihnachten und Neujahr zu tun hat.

Um dies zu klären, haben die Forscher eine große Datenbank genutzt, in der Informationen zum Tod aller 53 Millionen zwischen 1973 und 2001 gestorbenen US-Bürger gespeichert sind. Durch Mord, Selbstmord oder Unfall bedingte Todesfälle wurden bei dieser Auswertung nicht berücksichtigt (Circulation 2004; 110: 3781).

Untersucht wurde, in welchem Maße die gemäß statistischer Berechnung saisonal zu erwartende Zahl der Todesfälle mit der wirklich festgestellten Zahl übereinstimmte. An fast allen Tagen des Jahres ergab sich Übereinstimmung.

Auf Abweichungen stießen die Forscher in der Zeit der Weihnachtsferien. Vor allem am 25. und 26. Dezember und am Neujahrstag übertraf die reale Zahl der Todesfälle deutlich das erwartete Maß. Diese von den Foschern als "Holiday-Effekt" bezeichnete Zunahme der Mortalität betraf kardial, aber auch nicht kardial bedingte Todesfälle.

Eindeutig beantworten können sie die Frage nach den Ursachen dieses Phänomens auf Basis ihrer Daten nicht. Möglicherweise hat die Tatsache, daß Patienten an Feiertagen oft verzögert ärztliche Hilfe suchen, sich ungünstig ausgewirkt. Auch personelle Änderungen in medizinischen Einrichtungen an den Feiertagen kommen als eine Ursache in Frage.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Therapie je nach Risiko

Akute Lungenembolie: Was die optimale Therapie ausmacht

Prävalenz-Vergleich der Kreise

Auffällig hoher Anteil an multimorbiden Menschen in Ostdeutschland

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Therapie je nach Risiko

Akute Lungenembolie: Was die optimale Therapie ausmacht

Lesetipps
Akte im Hängeregister mit der Aufschrift Gewerbesteuer.

© Torsten Sukrow / SULUPRESS.DE / picture alliance

Freiberuflichkeit

Viele Angestellte machen aus einer Arztpraxis noch lange kein Gewerbe