Kardiologie

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Diabetes und Herzinsuffizienz – Update 2017

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie

Thrombose/Schlaganfall

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Thromboembolische Ereignisse bei Adipositas – Leitsymptome schwerer erkennbar

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 20.12.2004

An Weihnachten mehr tödliche Herzprobleme

Auch nicht kardial bedingte Todesfälle häufiger als an anderen Tagen des Jahres / Analyse von US-Daten

LA JOLLA (ob). Weihnachten und Neujahr sind festliche Höhepunkte des Jahres. Leider bilden beide Feste auch in weniger erfreulicher Hinsicht einen jahreszeitlichen Gipfel: Nach einer Analyse von Mortalitätsdaten in den USA ist die Zahl der Todesfälle an diesen Tagen so hoch wie zu keiner anderen Zeit.

In den Wintermonaten Dezember und Januar ist die kardiale Sterblichkeitsrate höher als etwa zwischen Juni und September, haben Studien ergeben. Ein US-Forscherteam um Dr. David Phillips aus La Jolla im US-Staat Kalifornien wollte nun wissen, ob diese winterliche Zunahme von Todesfällen etwas mit der Ferienzeit um Weihnachten und Neujahr zu tun hat.

Um dies zu klären, haben die Forscher eine große Datenbank genutzt, in der Informationen zum Tod aller 53 Millionen zwischen 1973 und 2001 gestorbenen US-Bürger gespeichert sind. Durch Mord, Selbstmord oder Unfall bedingte Todesfälle wurden bei dieser Auswertung nicht berücksichtigt (Circulation 2004; 110: 3781).

Untersucht wurde, in welchem Maße die gemäß statistischer Berechnung saisonal zu erwartende Zahl der Todesfälle mit der wirklich festgestellten Zahl übereinstimmte. An fast allen Tagen des Jahres ergab sich Übereinstimmung.

Auf Abweichungen stießen die Forscher in der Zeit der Weihnachtsferien. Vor allem am 25. und 26. Dezember und am Neujahrstag übertraf die reale Zahl der Todesfälle deutlich das erwartete Maß. Diese von den Foschern als "Holiday-Effekt" bezeichnete Zunahme der Mortalität betraf kardial, aber auch nicht kardial bedingte Todesfälle.

Eindeutig beantworten können sie die Frage nach den Ursachen dieses Phänomens auf Basis ihrer Daten nicht. Möglicherweise hat die Tatsache, daß Patienten an Feiertagen oft verzögert ärztliche Hilfe suchen, sich ungünstig ausgewirkt. Auch personelle Änderungen in medizinischen Einrichtungen an den Feiertagen kommen als eine Ursache in Frage.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »