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GASTKOMMENTAR

Bauchaorten-Sono kann Leben retten

Von Klaus Wölfle Veröffentlicht:

Es besteht Handlungsbedarf: Man sollte gezielt nach Patienten mit einem Bauchaorten-Aneurysma fahnden. Findet man dabei zufällig ein Aneurysma, ist das eine günstige Situation für Patient und Operateur.

Denn Aneurysmen entwickeln sich über eine lange Zeit. Das heißt, wir haben ausreichend Zeit, sie zu entdecken. Dafür steht ein nicht-invasives, günstiges Verfahren zur Verfügung - der Ultraschall. Der Vorteil für die Betroffenen: Bei einer elektiven Operation ist die Komplikationsrate gering. Aber platzt ein Aneurysma, stirbt die Hälfte der Patienten zu Hause. Von der anderen Hälfte, die es in die Klinik schaffen, sterben nochmal 50 Prozent. Bei einer Ruptur ist das Behandlungsergebnis also katastrophal.

Fahndet man vor allem bei den über 65jährigen männlichen Rauchern nach Aneurysmen, kann man eine deutliche Reduktion der assoziierten Mortalitätsrate erzielen, wie ja Kollegen aus Chichester und Viborg in Studien feststellten: Man kann die Zahl der Notfall-Eingriffe um zwei Drittel senken und die mit einem Aneurysma assoziierte Sterblichkeit um den gleichen Prozentsatz. Auch Frauen können Bauchaorten-Aneurysmen haben. Allerdings sind Männer dreimal so häufig betroffen.

Privatdozent Klaus Wölfle leitet die Klinik für Gefäßchirurgie am Klinikum Augsburg

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Liegt ein älterer Mann schon mal auf der Sonoliege, ist ein Routineblick auf die Bauchaorta immer sinnvoll

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