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Marfan-Syndrom oft zu spät diagnostiziert

NEU-ISENBURG (eb). Immer noch ist das Bewußtsein für das Marfan-Syndrom in Deutschland nicht genug ausgeprägt, so daß Diagnose und Therapie oft zu spät beginnen.

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In Deutschland sind etwa 8000 Menschen am Marfan-Syndrom erkrankt. Bei den Patienten sei eine regelmäßige Überwachung der Aorta und der Herzklappen lebenswichtig, so Martina Vogler, Beirätin der Marfan-Hilfe in Eutin.

Besonders wichtig ist die medizinische Versorgung erkrankter Kinder, wie es in einer Mitteilung des Bundesverbandes Herzkranker Kinder heißt. Unter den Kindern mit angeborenen Herzfehlern seien Marfan-Patienten besonders auf eine spezialisierte und interdisziplinäre Therapie angewiesen, so Hermine Nock, Geschäftsführerin des Bundesverbandes. Eine umfassende Information der Eltern und die genetische Beratung der Heranwachsenden seien unbedingt erforderlich.

Das Marfan-Syndrom ist eine genetisch bedingte Erkrankung, die etwa aufgrund einer Bindegewebsschwäche zu Herzfehlern führt. Wie auf dem Marfan-Tag 2005 in Münster in Westfalen berichtet wurde, haben 87 Prozent der Patienten Veränderungen am Herzen oder an der Aorta. Zudem haben die Patienten Schäden an Linsen und Netzhaut.

Weitere Infos bei der Marfan-Hilfe e.V., Postfach 0145, 23691 Eutin, kontakt@marfan.de, www.marfan.de, Telefon: 07 00 / 22 33 4000

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