Ärzte Zeitung, 17.10.2005

Burn-out tut den Gefäßen von Frauen nicht gut

KINGSTON (ddp.vwd). Die Immunsysteme von Frauen und Männern reagieren unterschiedlich auf Depressionen und das Burn-out-Syndrom. Das melden jetzt israelische Forscher.

Bei Frauen führt das Burn-out-Syndrom zu einem 1,6fach erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten und Schlaganfälle. Bei Männern dagegen erhöht eine Depression das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall um mehr als das dreifache.

Für ihre Studie haben die Forscher um Sharon Toker von der Universität in Tel Aviv 630 gesunde Frauen und 933 gesunde Männer zu Depression und Burn-out-Symptomen befragt (Journal of Occupational and Health Psychology, 10, 4, 2005, 1).

Dokumentiert wurden auch Risikofaktoren wie Rauchen und Übergewicht und die Spiegel von Fibrinogen und C-reaktivem Protein. Beide Stoffe wurden in früheren Studien mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten und Schlaganfall in Verbindung gebracht.

Nach dem Herausrechnen aller anderer Risikofaktoren ergab sich, daß Depressionen bei Männern und das Burn-out-Syndrom bei Frauen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall erhöhen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »