Metallspange macht Mitralklappe wieder dicht - und zwar ohne Op

HAMBURG (nie/mal). Patienten mit insuffizienten Mitralklappen müssen nicht unters Messer, um wieder funktionierende Klappen zu bekommen. Es geht auch anders: Eine via Katheter im Koronarsinus verankerte Metallspange zieht und drückt den Klappenring so zusammen, daß die Klappensegel wieder aneinanderliegen.

Veröffentlicht:

Hamburger Herzspezialisten haben erst kürzlich vorgemacht, wie ein solcher Eingriff abläuft. Einem 62jährigen Patienten am Herzzentrum der Universität Hamburg (UHZ) wurde die neuentwickelte, zunächst noch zusammengedrückte Metallspange mit einem Katheter über die rechte Halsvene eingeführt und bis zum Koronarsinus geleitet.

Dort wurde die Schutzhülle um die sechs Zentimeter lange Spange zurückgezogen; sie entfaltete sich und verankerte sich unter Zugspannung im Koronarsinus. Da der Koronarsinus entlang des Mitralklappen-Ringes verläuft, wird der Klappenring durch die Spannungen der Spange gerafft, und die Klappensegel legen sich wieder aneinander.

Eine gute Alternative ist der neue Katheter-Eingriff nach Angaben der Kollegen für Patienten mit hohem Risiko für eine offene Operation. Auch der in Hamburg jetzt via Katheter behandelte Patient war in dieser Situation: Ihm war bereits ein Herzschrittmacher eingesetzt worden, zudem leidet er an einer Herzschwäche, und die Ärzte hatten eine offene Operation bei ihm als risikoreich bewertet.

Lesen Sie dazu auch: Metallspange drückt Mitralklappen-Segel wieder zusammen

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Patienten könnten trotzdem profitieren

Studie: Metformin bei metastasiertem Prostatakrebs nicht lebensverlängernd

Fallstricke in der Praxis

Häufige Fehler in der Hypertonie-Therapie: So geht’s besser!

Sonderbericht

Mit Vutrisiran früh kausal behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 2: Infusionsschema der REGENCY-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Neue Therapieoption bei Lupus-Nephritis verfügbar

Obinutuzumab verbessert Nierenoutcomes bei Lupus-Nephritis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Abb. 1-- Zeit bis zum ersten Ereignis (Tod durch jegliche Ursache oder kardiovaskuläres Ereignisb) in der Gesamtpopulation (a) bzw. in der Monotherapie-Population (b).

© Springer Medizin Verlag

Mit Vutrisiran früh kausal behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Prozesse werden teurer

Tipps: So können Praxen die Risiken für einen GOÄ-Streit minimieren

Sie fragen – Experten antworten

Ab wann darf ich jüngere Menschen auf Kasse gegen Herpes zoster impfen?

Bei Senioren

Hypothermie bei Sepsis – ein Warnsignal!

Lesetipps
Eine Blutdruckmessung

© CasanoWa Stutio / stock.adobe.com

Fallstricke in der Praxis

Häufige Fehler in der Hypertonie-Therapie: So geht’s besser!

Ein Mann im Hintergrund nimmt einen Schluck von einem Drink. Im Vordergrund stehen vier Flaschen mit alkoholischen Getränken.

© Axel Bueckert / stock.adobe.com

Analyse des Trinkverhaltens

Wie lebenslanger Alkoholkonsum das Darmkrebsrisiko steigert