Direkt zum Inhaltsbereich

Neue Leitlinien zur Reanimation - jetzt geht es viel einfacher

WÜRZBURG (cin). Seit wenigen Tagen gelten in Deutschland neue Reanimations-Leitlinien. Bei vermutetem Herzstillstand wird ohne Pulskontrolle direkt mit 30 Kompressionen zur Herzmassage begonnen, gefolgt von 2 Beatmungen. Liegt der Kreislaufstillstand länger als fünf Minuten zurück, folgt die Defibrillation erst auf die Basisreanimation.

Veröffentlicht:

Bisher sind nur etwa zehn Prozent der Reanimationen erfolgreich verlaufen. Die neuen Maßnahmen sollen diese Quote erhöhen. Der Vorstand der Bundesärztekammer hat jetzt die neuen Eckpunkte der Reanimation - basierend auf den ERC (European Resuscitation Council)-Richtlinien - verabschiedet. Die Reanimation ist nun einfacher und leichter anwendbar.

Bei der Basisreanimation wurde die ABC-Regel (A: Atemwege freimachen, B: Beatmung, C: Herzmassage, Frühdefibrillation) verlassen. Es soll unmittelbar mit der kardiopulmonalen Reanimation begonnen werden. Denn die Pulskontrolle braucht zu viel Zeit.

Neu ist auch, daß die Beatmung jetzt erst nach der Herzmassage erfolgt. Für das Verhältnis gilt jetzt: 30 Herzmassagen zu zwei Beatmungen. Das gilt für Erwachsenen- und auch für Kinderreanimationen. Und: Statt den Druckpunkt aufwendig zu suchen, wird die Mitte des Brustkorbs komprimiert.

Ist man dabei, wenn jemand einen Kreislaufstillstand bekommt, wird sofort defibrilliert und direkt im Anschluß - ohne EKG- und Pulskontrolle - mit der Basisreanimation begonnen (fünf Zyklen à 30 zu 2).

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Bei der Reanimation gilt ab sofort: Zuerst 30mal das Herz massieren und dann zweimal beatmen

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Gesundheitsatlas Deutschland

Aktuelle WIdO-Daten: Soziale Lage beeinflusst die Herzgesundheit

Kooperation | In Kooperation mit: AOK-Bundesverband
Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Vitamin-B12-Mangel

Frühzeitig erkennen, gezielt therapieren

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, Böblingen
ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

© CLIPAREA.com / stock.adobe.com

Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie

ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
 Abb. 1: Anwendung von Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1,8]

Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

Topische steroidfreie Behandlungsoption bei atopischer Dermatitis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Incyte Biosciences Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Fünf Säulen der Behandlung

COPD: Das empfiehlt die aktualisierte Leitlinie

Lesetipps
Eine ältere Dame erhält eine Impfung in den Oberarm.

© Anchiy / Getty Images / iStock

Übersicht

Impfungen gegen Atemwegserreger: Das sind die aktuellen Empfehlungen

Spritze zum Impfen mit Schriftzug

© Fiedels / stock.adobe.com

Hotline Impfen

Stellen Sie Ihre Fragen zum Impfen!