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Thorax-Schmerz schnell abgeklärt

BAD ORB (ner). Kommen Patienten wegen Thoraxschmerzen in die Praxis, sind die Beschwerden zu 43 Prozent muskulo-skelettal bedingt. Nur bei jedem fünften Patienten sind Herzprobleme die Ursache. Der Kardiologe Dr. Dionys Daller aus Bogen empfiehlt zur Klärung einer kardialen Ursache drei Fragen.

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Das sind die Fragen, die Daller beim Hausärzte-Fortbildungskongreß "practica" in Bad Orb genannt hat:

Frage 1: Wenn Sie an zehn Tagen eine ansteigende Straße entlang gehen, an wie vielen dieser Tage treten die Schmerzen auf?

Antwort: Auf eine solche Frage antworten Herzpatienten, daß die Beschwerden fast immer auftreten.

    Bei jedem zweiten Patienten sind Muskeln und Gelenke die Ursache.
   

Frage 2: Wie viele von zehn Schmerzphasen beginnen, wenn Sie in Ruhe sind?

Antwort: Weniger als zwei ist die typische Antwort von Herz-Patienten. Das sagen auch Patienten mit stabiler Angina pectoris.

Frage 3: Wie lange halten die Beschwerden im Allgemeinen an?

Antwort von Herz-Patienten: Meist dauert das weniger als fünf Minuten. Auch bei Herz-Patienten mit stabiler Angina pectoris gilt dies. Denn Belastungen, die Schmerzen auslösen, meiden sie gewöhnlich. Sobald die Patienten die Belastung beenden, verschwinden auch ihre Schmerzen.

Unsicherheit besteht manchmal auch darüber, ob das Elektrokardiogramm auf eine kardiale Ischämie schließen läßt. Definitionsgemäß ist ja bereits eine ST-Hebung in den Extremitätenableitungen von 0,1 mV (1 mm) in mindestens zwei Ableitungen als Ischämie-bedingt anzusehen.

Ist man unsicher, ergeben sich zusätzliche Informationen aus den Brustwandableitungen, so Daller. Sei dort eine ST-Senkung von mindestens 0,2 mV in mindestens zwei Ableitungen zu erkennen, sei eine kardiale Ischämie mit großer Wahrscheinlichkeit die Ursache. Dies gelte vor allem dann, wenn die Symptome des Patienten bereits seit 20 Minuten oder länger anhalten.

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