Auf breiter Basis gegen Angina pectoris wirksam

WIEN (ob). Die Frequenzsenkung mit Ivabradin hat sich bei einem breiten Spektrum von KHK-Patienten mit stabiler Angina pectoris als wirksame und sichere Therapie bewährt. Unbeeinflusst von Unterschieden in Geschlecht, Alter oder Begleiterkrankungen lassen sich damit pektanginöse Beschwerden deutlich verringern.

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Um sich ein Bild von der Wirksamkeit und Verträglichkeit in diversen Subgruppen machen zu können, hat ein Forscherteam um Professor Michal Tendera die Daten von fünf prospektiven Doppelblindstudien mit dem If-Kanalblocker Ivabradin gepoolt. Insgesamt 2425 Patienten mit KHK und stabiler Angina pectoris haben an den Studien teilgenommen.

Als Subgruppen wurden Männer und Frauen, unterschiedliche Altersklassen, Patienten mit schwerer und weniger schwerer Angina pectoris sowie solche mit Begleiterkrankungen wie Diabetes, Asthma/COPD, pAVK, zerebrovaskulären Erkrankungen, Herzinsuffizienz oder mit bereits erlittenem Herzinfarkt unter die Lupe genommen. Wie Tendera beim europäischen Kardiologenkongress in Wien berichtete, bewies Ivabradin (Procoralan®) in allen analysierten Subgruppen eine gute antianginöse Wirkung.

Die Substanz senkte die Herzfrequenz im Schnitt um elf Schläge pro Minute. Als Folge wurde die Inzidenz von Angina-pectoris-Attacken um 59 Prozent reduziert. Parallel dazu ging der Verbrauch von kurzwirksamen Nitraten im Schnitt um 54 Prozent zurück. Ivabradin erwies sich als gut verträglich und sicher, wobei auch in dieser Hinsicht keine relevanten Unterschiede zwischen den Subgruppen zu erkennen waren.

Die Substanz ist in Deutschland für die antianginöse Behandlung von KHK-Patienten mit stabiler Angina pectoris zugelassen, die einen Betablocker wegen Kontraindikationen oder Unverträglichkeit nicht bekommen können. Dem entspricht auch die in die europäischen KHK-Leitlinien aufgenommene Behandlungsempfehlung.

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