Ärzte Zeitung, 15.10.2007

Therapie mit Sartan punktet beim Schutz der Nieren

Ziel konsequenter Hochdruck-Therapie: 130 zu 80 mmHg

MÜNCHEN (sto). Bei Patienten mit Nierenschädigung ist nicht nur eine konsequente Senkung des Blutdrucks wichtig. Auch die Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) hat eine große Bedeutung, wenn es darum geht, eine Progression der Nierenschädigung zu vermindern.

Das gelte insbesondere für Patienten bei denen die Nierenschädigung Folge eines Diabetes mellitus oder von Hypertonie ist, sagte Professor Danilo Fliser von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) beim 38. Kongress der Gesellschaft für Nephrologie in München. Bei nierenkranken Patienten haben AT1-Rezeptorantagonisten wie Olmesartan (von Berlin-Chemie als Votum®/Votum plus® angeboten) einen protektiven Effekt für die Niere, sagte Fliser bei einem Satellitensymposium des Unternehmens.

Aus diesem Grund werden AT1-Rezeptorblocker heute als Standardantihypertensiva bei nephropathischen Patienten eingesetzt. Bei Patienten mit Nierenschädigung und bei Diabetikern mit Nephropathie müsse der Blutdruck konsequent auf unter 130/80 mmHg gesenkt werden, unterstrich Fliser. Das werde in aller Regel aber nur durch eine antihypertensive Kombinationstherapie erreicht, die sinnvollerweise immer auch eine Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems einschließen sollte.

In Studien mit Diabetikern, die eine Mikroalbuminurie oder bereits eine manifeste Nephropathie hatten, haben Sartane auch nephroprotektive Effekte gezeigt, die über den Schutz durch die Blutdrucksenkung hinausgehen, berichtete Fliser. So sei für Olmesartan in experimentellen Studien eine dosisabhängige Reduktion der Eiweißausscheidung und eine Verzögerung der funktionellen und morphologischen Nierenschädigung nachgewiesen worden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »