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"Danke, dass Sie hier rauchen!"

KIEL (hub). "Thank you for smoking" ist der Titel des Buches von Christopher Buckley über den Pressesprecher des US-Tabakverbandes und seine Kumpel aus der Alkohol- und Waffenlobby. "Danke, dass ihr hier raucht", könnte aber auch der Titel eines Schreibens aus dem Finanzministeriums an die deutsche Jugend sein.

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Denn die 12- bis 17-Jährigen sorgen durch ihren Zigaretten- und Tabakkonsum für Steuereinnahmen von knapp 200 Millionen Euro pro Jahr. Das hat eine Studie der Uni Kiel und des Herzzentrums Bad Krozingen ergeben (DMW 133, 2008, 2555).

Demnach gibt es 5,3 Millionen Raucher bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Der Anteil von Rauchern steigt mit dem Alter kontinuierlich: von knapp einem Prozent bei den 12-Jährigen auf 29 Prozent bei den 17-Jährigen. Ein 12-jähriger Raucher konsumiert 43 Zigaretten im Monat, ein 17-jähriger 172. Bei ihm kommen noch 36 selbstgedrehte oder gesteckte Zigaretten hinzu.

Insgesamt trägt diese Altersgruppe aber nur zu einem geringen Teil zum Tabaksteuer-Aufkommen bei. Dieses lag 2006 bei 14,4 Milliarden Euro, schreiben die Autoren der Studie. Dem stünden geschätzte 21 Milliarden Euro direkter und indirekter Kosten gegenüber, die das Rauchen jährlich verursache. Dass sich diese Kosten senken ließen, hätten etwa Rauchverbote in Kalifornien belegt: Deren Einsparungen für die Gesundheitskosten werden auf etwa 86 Milliarden US-Dollar innerhalb von 15 Jahren geschätzt.

Bekannt ist auch: Rauchverbote in Gaststätten halten mehr Jugendliche vom Rauchen ab als Interventionsprogramme. In US-Städten mit strengen Rauchverboten ist die Wahrscheinlichkeit für Jugendliche, Raucher zu werden, 40 Prozent geringer als in Orten ohne Verbote. Interventionsprogramme verringern den Raucheranteil hingegen nur um 25 Prozent (wir berichteten).

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