Ärzte Zeitung, 02.04.2009

One for the heart: Polypille nimmt erste Hürden

ORLANDO (mut). Je eine Herzarznei aus fünf Wirkstoffgruppen in einer Tablette - damit lassen sich kardiovaskuläre Risikofaktoren ähnlich gut reduzieren wie mit Einzelsubstanzen, hieß es beim ACC-Kongress in Orlando. An einer Phase-II-Studie nahmen über 2000 Personen ohne KHK teil, die mindestens einen kardiovaskulären Risikofaktor hatten. 412 erhielten drei Monate eine Polypille mit Hydrochlorothiazid, Atenolol, Ramipril, Simvastatin und ASS.

Acht weitere Gruppen bekamen verschiedene Kombinationen der Einzelsubstanzen in selber Dosis. Das Ergebnis: Die Senkung von Blutdruck und Pulsrate war ähnlich wie mit Einzeltherapien, nur die LDL-Senkung war mit der Polypille etwas schlechter (27 vs. 32 mg/dl). Nebenwirkungen waren mit der Polypille nicht häufiger.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »

Frühe ART wirkt protektiv

Die frühe antiretrovirale Therapie (ART) schützt HIV-Patienten vor schweren bakteriellen Infektionen. mehr »