Direkt zum Inhaltsbereich

"Herzmassage kann jeder" - notfalls telefonisch instruiert

NEU-ISENBURG (ner). Die europäischen Leitlinien zur Wiederbelebung sind erneut vereinfacht worden. Die Fachgesellschaften möchten vor allem in der Bevölkerung die Botschaft "Herzdruckmassage kann jeder" verankern.

Veröffentlicht:
Reanimation eines Unfallopfers per Herzdruckmassage.

Reanimation eines Unfallopfers per Herzdruckmassage.

© Imagebroker / Imago

"Diese Leitlinien geben die weltweit akzeptierte Sicht wieder, wie Reanimation wirkungsvoll und sicher durchgeführt werden kann", schreiben Dr. Burkhard Dirks aus Ulm und Dr. Michael Baubin aus Innsbruck zur deutschsprachigen Publikation des Papiers des European Resuscitation Council (ERC).

Die von den deutschen, österreichischen und schweizerischen Räten für Wiederbelebung vorgelegten Leitlinien (Notfall & Rettungsmedizin 2010, 13: 507) bestätigen den bereits 2005 gefundenen Kompromiss, wonach jeder Mitbürger durch Herzdruckmassage helfen könne.

Ausgebildete Helfer sollen zusätzlich im Verhältnis von 30:2 beatmen. Den Leitstellendisponenten kommt eine zentrale Bedeutung zu. Sie sollen auf der Grundlage standardisierter Fragen bei der Notfallmeldung Kreislaufstillstände erkennen.

"Denn das größte Problem ist, dass Ersthelfer oft nicht sicher sind, ob es sich um einen Kreislaufstillstand handelt", so Dirks zur "Ärzte Zeitung". Die Anrufer sollen zur Herzdruckmassage animiert und gegebenenfalls angeleitet werden. Dies werde dadurch erleichtert, dass heutzutage fast jeder auch unterwegs ein Telefon bei sich habe, heißt es.

Kritisiert wird, dass in Kliniken gestörte Vitalfunktionen bei Patienten nicht selbstverständlich früh erkannt und beseitigt würden. Dazu müssten eindeutige Konzepte implementiert werden. Qualifizierte Hilfe sollte innerhalb von drei Minuten verfügbar sein.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Herzbericht 2026

Das sind die aktuellen Trends in der Herzmedizin

Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie

ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

© CLIPAREA.com / stock.adobe.com

Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie

ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
 Abb. 1: Anwendung von Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1,8]

Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

Topische steroidfreie Behandlungsoption bei atopischer Dermatitis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Incyte Biosciences Germany GmbH, München
Abb. 1: MATTERHORN-Regime beim GC/GEJC: ereignisfreies Überleben (EFS)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Herzbericht 2026

Das sind die aktuellen Trends in der Herzmedizin

Personalisierte mRNA-Therapien

Verheißungsvolle RNA-Krebsimpfstoffe: Wo steht die Forschung gerade?

ASS und P2Y12-Inhibitoren

So geht die Plättchenhemmer-Therapie in der Praxis!

Lesetipps
Eine Ärztin tropft Allergielösung auf den präparierten Unterarm einer Patientin für den Pricktest.

© Alexander Raths / stock.adobe.com

Steigende Prävalenz

Allergiediagnostik: Dos und Don’ts für die Hausarztpraxis