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Tauchen kann die Elastizität von Gefäßen beeinträchtigen

Tauchen scheint die Funktionsfähigkeit des Gefäßendothels zu mindern - vor allem, wenn dabei ein beliebtes Atemgasgemisch aus Stickstoff und Sauerstoff benutzt wird.

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Für Sporttaucher ist es ein Genuss, für ihre Gefäße aber möglicherweise eine Belastung.

Für Sporttaucher ist es ein Genuss, für ihre Gefäße aber möglicherweise eine Belastung.

© underwaterpics / fotolia.com

GENF (ob). Tauchen kann anscheinend die durch Endothelzellen regulierte Elastizität der Gefäße einschränken. Darauf deuten Ergebnisse einer Studie hin, die Dr. Emeline Van Craenenbroeck aus Antwerpen beim Kongress EUROPREVENT der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Genf vorgestellt hat.

An dieser Studie waren zehn erfahrene Militärtaucher beteiligt, die zunächst drei Tage lang jeweils einmal täglich einen Tauchgang im offenen Meer unter Verwendung normaler Pressluft unternahmen. Nach einer zweiwöchigen Pause folgten dann in gleicher Weise drei weitere Tauchgänge - diesmal mit einem bei Tauchern populären Atemgasgemisch (Nitrox).

Dieses Atemgasgemisch hat einen höheren Sauerstoffanteil als normale Luft und verlangsamt die Anreicherung von Stickstoff im Gewebe, dadurch nehmen die Dekompressionszeit und das Risiko einer Dekompressionskrankheit ab.

Vor und nach jedem Tauchgang haben die Untersucher anhand der flussvermittelten Vasodilatation die Funktion des vaskulären Endothels bestimmt. Ergebnis: Wurde mit normaler Pressluft getaucht, war nach dem Auftauchen jeweils nur eine geringe und nicht signifikante Einschränkung der Endothelfunktion zu verzeichnen.

Wurde hingegen Nitrox als Atemgas verwendet, zeigte sich die Endothelfunktion danach signifikant reduziert; zwischen den täglichen Tauchgängen kam es zu keiner kompletten Erholung der Endothelfunktion.

 Zudem stellten die Forscher eine Abnahme von endothelialen Progenitorzellen und eine Zunahme von angiogenen Zellen in der Zirkulation fest. Van Craenenbroeck deutete dies als Zeichen für eine Aktivierung endothelialer Reparaturmechanismen.

Eine mögliche Erklärung für die funktionellen Gefäßveränderungen könnte sein, dass Nitrox Hyperoxie begünstigt, die wiederum über gesteigerten oxidativen Stress nachteilige Wirkungen auf Endothelzellen hat. Die Frage, welche möglichen langfristigen Folgen daraus für das Gefäßsystem etwa bei Berufstauchern resultieren, ist mangels Daten ungeklärt.

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