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Starker Fernsehkonsum verkürzt Leben um Jahre

NEU-ISENBURG (eis). Sechs Stunden täglicher Fernsehkonsum verkürzt das Leben im Mittel um fünf Jahre. Das hat eine Analyse des AusDiab-Registers ergeben.

Veröffentlicht:

In dem australischen Register werden seit 1999 Daten von über 11.000 Erwachsenen über 25 Jahre gesammelt (Brit J Sports Med online 15. August). Im Jahr 2008 hatten die Teilnehmer 9,8 Milliarden Stunden Fernsehen geschaut.

Verglichen mit Teilnehmern ohne TV ergab sich anhand der Sterberaten eine um 22 Minuten verringerte Lebenserwartung pro Stunde TV-Konsum. Zum Vergleich: Eine Zigarette verringere das Leben um elf Minuten, so die Forscher.

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Kommentare
Dr. Thomas Georg Schätzler 16.08.201119:13 Uhr

Anders herum wird ein Schuh daraus ...

... Starker Fernsehkonsum ''verkürzt'' die Jahre des Lebens, weil damit die Zeit ''totgeschlagen'' wird!

N i c h t "Viele Menschen glotzen sich zu Tode", sondern wenn Menschen krankheits- oder altersbedingt auf das Sterben zugehen, sehen sie mehr TV als ihre gesünderen und jüngeren Vergleichsgruppen, die eher noch mal vor die Tür kommen.

So unsinnig und unlogisch, wie die Studie im "Journal of the American Medical Association" (JAMA 2011, 305: 2448) vgl.:
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/diabetes/default.aspx?sid=659779
verfolgen hier die Autoren im "British Journal of Sports" unter Verwechslung von Wirkung und Ursache die Hypothese, dass "Fernsehkonsum von 6 Std. tgl." selbst aktiv das Leben verkürzen könne. Dabei ist TV-Konsum nur ein Surrogatparameter. Die Fernsehdauer ist Indikator für krankheitsbedingte Mobilitätseinschränkungen, aber kein valider, kausaler Parameter für Morbidität und Mortalität.

Unsere Patienten sterben nicht, w e i l sie fernsehen, sondern w ä h r e n d der Fernseher läuft!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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