Freitag, 29. August 2014
Ärzte Zeitung, 22.08.2011

Seminar zur physikalischen Gefäßtherapie

FREUDENSTADT (mal). Welche Erfolge lassen sich mit einer physikalischen Gefäßtherapie erzielen, die die Vasomotion im Kapillargebiet stimuliert und normalisiert? Erfahrungen dazu werden in Kürze beim Kongress des Zentralverbandes der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin (ZAEN) in Freudenstadt präsentiert.

Bei einem Symposium des Arbeitskreises Bio-Physikalische Therapie werden Mitglieder des Arbeitskreises über Erfahrungen mit der "Physikalischen Gefäßtherapie Bemer" berichten

 Erfolge mit der Bemer-Therapie sind schon in der Sportmedizin oder etwa bei Patienten mit Tinnitus, chronischen Ulzera oder auch Fatigue bei Multipler Sklerose dokumentiert worden.

Bei der Bemer-Magnetfeldtherapie werden schwache, niedrigfrequente gepulste elektromagnetische Felder durch flexible, flache elektrische Spulen erzeugt. Die elektromagnetischen Felder sind so auf physiologische Prozesse und die Biorhythmik des Menschen abgestimmt, dass sie die Vasomotion im Kapillargebiet aktivieren und normalisieren.

Die Vasomotion steuert Verteilung und Strömung des Blutes im Kapillargebiet. Bei einem gesunden Menschen laufen die rhythmischen Bewegungen der Gefäßwände circa dreimal pro Minute ab, bei kranken oder geschwächten Menschen teilweise nur einmal alle zehn Minuten, berichtet der Hersteller Bemer. Durch die aktivierte oder normalisierte Mikrozirkulation werden Abläufe der Ver- und Entsorgung in den Zellen verbessert.

Das Symposium des Arbeitskreises Bio-Physikalische Therapie findet statt am Samstag, den 17. September, von 8.30 bis 12.30 Uhr (SEM-009). Tipps zur Integration der Bemer- Therapie in die Praxis gibt es in einem Seminar von 14 bis 18 Uhr (SEM-010); www.zaen.org

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[30.01.2013, 11:03:51]
Dr. Monika Pirlet-Gottwald 
Erst richtig informieren, dann (be-)urteilen!
Sehr geehrter Herr Kollege Schmidt,
schade, dass Sie ein wissenschaftlich fundiertes, durch mehrere Studien belegtes, klinisch erprobtes Therapieverfahren aufgrund offensichtlich oberflächlicher Internetrecherchen wagen zu beurteilen! Mehrere universitäre Studien und Forschungsvorhaben haben die Wirkung des Therapieverfahrens bestätigt. Es ist verwunderlich, dass Sie die Plattform Internet - jeder kann alles schreiben... - über ärztliche Fortbildungen und Forschung stellen.
Damit Sie sich inhaltlich fundiert über die Wirkweise und die therapeutischen Wirkungen der Physikalischen Gefäßtherapie Bemer informieren können, lade ich Sie herzlich ein, am diesjährigen ZAEN-Kongress (27.02. - 3.03.13) zur Informationsveranstaltung des Arbeitskreises am Do d. 28.02.13 um 18.30 Uhr zu kommen. Gerne werde ich Ihnen persönlich für ein ausführliches Gespräch zur Verfügung stehen.
Dr. med. Monika Pirlet-Gottwald
P.S. Die Verleumdung des ZAEN der wirtschaftlichen Verbandelung mit Firmeninteressen sind als frech zu bezeichnen!
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[23.08.2011, 13:59:09]
Dr. Jürgen Schmidt 
Hauptsache IGeln ?
Als altgedienter Schulmediziner muss man sich übernommene Irrtümer in nicht unbeträchtlicher Zahl eingestehen, man denke nur einmal an die medikamentöse Therapie der Coronaren Herzkrankheit oder Herzinsuffizienz, wie sie vor 40 Jahren üblich war.

Deshalb ist man sensibilisiert für fehlende wissenschaftliche Belege, theoretische Begründungen und unseriöse Anpreisungen und neigt dazu, entsprechende Maßstäbe auch an Gebiete anzulegen, die mit alternativer Medizin umschrieben werden.

Der Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin (ZAEN), ausweislich seiner homepage eng mit dem Hersteller der elektromagnetischen Wundermatten verbunden, verweist auf Erfahrungsberichte anstelle wissenschaftlicher Arbeiten, auf "Koryphäen", die niemand kennt und postuliert Paradigmenwechsel der Medizin, die man besser in einer anderen rhetorischen Schublade gelassen hätte.

In den Anpreisungen des Herstellers ist oft von einem Univ.Doc.CA Klopp die Rede, der Chefarzt an der Charite, nach anderer Darstellung dort "Oberarzt der Abteilung für Pathophysiologie" gewesen sein und nun einem Institut für Mikrozirkulation in Berlin vorstehen soll, an dem die Methode erforscht worden sei. Wer sich aufgrund dieser Angaben in die Web-Recherche begibt, stößt auf wechselseitige Verweise, fehlende Adressen und Marketing. Einen auch nur halbwegs nachvollziehbaren wissenschaftlichen Text zur Methode sucht man vergeblich.

Aber für eine IGel-Leistung ist das ja auch wohl nicht erforderlich.

Dies ist - zur Abgrenzung seriöser IGel-Bereiche - einer der Fälle, die von den Ärztekammern konkret überprüft werden sollten, ob die Leistung überhaupt medizinisch begründet ist, noch unter Therapiefreiheit oder doch unter Scharlatanerie zu subsummieren ist  zum Beitrag »

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