Ärzte Zeitung, 31.08.2011

Schnelle Radfahrer leben länger

Schnelle Radfahrer leben länger

PARIS (DE). 30 Minuten körperliche Aktivität pro Tag lauten die Empfehlungen zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen. Dabei gilt bisher: Schon ein wenig regelmäßige Bewegung ist besser als gar keine.

Dänische Autoren der "Copenhagen City Heart Study" bringen dieses Dogma nun ins Wanken. Sie hatten gut 5000 gesunde Hauptstadteinwohner, die regelmäßig das Fahrrad benutzten, 18 Jahre lang beobachtet.

Dabei gingen sie der Frage nach, ob Dauer und Intensität des Radelns einen Einfluss auf die Sterblichkeit haben. Im Laufe des Follow-ups waren 1172 Personen gestorben, davon 146 an Herzkreislauferkrankungen.

Nicht die Dauer, sondern die Intensität der Anstrengung korrelierte dabei invers mit der Mortalität. Personen, die sich beim Radfahren regelmäßig spürbar belasten, leben deutlich länger als gemütliche Radfahrer.

Im Vergleich zu gemächlichem Radeln verlängerte schnelles Fahren in der Multivarianzanalyse das Leben bei Männern um 5,3 Jahre und bei Frauen um 3,9 Jahre.

Auch eine mittlere Belastung versprach noch 2,9 oder 2,2 zusätzlich Jahre im Vergleich zu beschaulichem Radeln. Ausschlaggebend sei das subjektive Empfinden der Belastung, so Studienautor Dr. Peter Schnohr beim ESC.

Die Dauer war nicht relevant: Wer täglich 90 Minuten mit dem Rad unterwegs war, hatte keinen Vorteil gegenüber Personen, die nur 20 Minuten täglich radelten. Ähnliche Ergebnisse hatten die Forscher für das Walking beschrieben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »