Ärzte Zeitung, 12.09.2011

Erdbeben zeigt messbare Spuren an den Herzen

PARIS (ob). Das schwere Erdbeben im Februar 2010 in Chile hat in den Herzen vieler Einwohner messbare stressbedingte Spuren hinterlassen.

Wie Dr. Edgardo Escobar vom nationalen Telemedizinischen Zentrum (ITMS) in Santiago kürzlich beim Kardiologenkongress in Paris berichtet hat, war in landesweit gemessenen "Real-Time"-EKG-Aufzeichnungen eine deutliche Zunahme von subepicardialen Myokardläsionen zu beobachten.

An seinem Zentrum laufen innerhalb von 24 Stunden bis zu 1500 zehnminütlich gemessene EKG-Aufzeichnungen ein. An einem normalen Wochenende liegt die Inzidenz von subepikardialen Läsionen bei 0,7 bis 2,0 Prozent (im Schnitt: 1,35 Prozent).

Am Wochenende des Erdbebens war die Inzidenz mit 3,41 Prozent mehr als doppelt so hoch. Landesweit stieg die Zahl der Patienten, die mit akuten Herzproblemen in Notaufnahmen kamen, deutlich.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »