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Springer-Preis für Prävention von Protheseninfekten

ERLANGEN / HEIDELBERG (eb). Der beste Übersichtsbeitrag in der Zeitschrift "Gefässchirurgie" ist mit dem Springer Award Gefäßmedizin ausgezeichnet worden.

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Der mit 2.500 Euro dotierte Preis geht an Dr. Theodosios Bisdas für einen Beitrag, der auf eigener experimenteller Arbeit basiert: "In-Vitro Effektivität der Imprägnierung von Gefäßprothesen mit keimspezifischen Bakteriophagen für die Prävention von Protheseninfektionen".

Bisdas und Kollegen von der Medizinischen Hochschule Hannover haben die Studie in der jetzigen Oktoberausgabe publiziert (2011; 6 (16): 387-394).

Die Entzündung des Implantats ist eine schwere Komplikation in der Gefäßchirurgie. Eine vorangehende Imprägnierung mit Antibiotika hat sie bisher nicht zufriedenstellend beseitigt.

Bakteriophagen verhinderten den Befall mit zwei häufigen Bakterienstämmen

Die Wissenschaftler des prämierten Beitrags testeten daher eine Alternative: die Vorbehandlung des Implantats mit Bakteriophagen, Viren also, die Bakterien befallen und zerstören.

In-vitro-Experimenten mit Graftmodellen zufolge verhindern Bakteriophagen den Befall mit zwei häufigen Bakterienstämmen: mit den grampositiven Stämmen S. epidermidis und E. coli. Gegen die gramnegativen Stämme S. aureus und P. aeruginosa hingegen waren die Bakteriophagen nicht wirksam.

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