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Frauen mit einem Herzfehler anders versorgt als Männer

HANNOVER (eb). Frauen mit einer Fallot-Tetralogie werden offenbar in der bisherigen Behandlungspraxis benachteiligt, weil sie anders behandelt werden müssten als Männer.

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Das geht aus einer aktuellen Studie des Kompetenznetzes Angeborene Herzfehler hervor (Circulation: Cardiovascular Imaging 2011; 4: 703-711).

"Die bisherigen Referenzwerte bilden die Besonderheiten des weiblichen Herzens nicht ausreichend ab", wird der Studienleiter Privatdozent Samir Sarikouch von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in einer Mitteilung der Hochschule zitiert.

400 Patienten aus 14 Zentren

In einer umfangreichen prospektiven Studie unter Federführung des Herz- und Diabeteszentrums NRW hatten die Kardiologen mehr als 400 Patienten mit Fallot-Tetralogie an 14 Herzzentren in Deutschland untersucht und geschlechtsspezifische Referenzwerte für diesen Herzfehler erhoben.

Die Daten zeigen, dass bei Normierung auf einheitliche Körpermaße Frauenherzen kleiner sind als Männerherzen und, dass die körperliche Belastbarkeit der Frauen mit Fallot-Tetralogie deutlich geringer ist als die der Männer.

Folgeoperationen bei Frauen

Der Langzeitverlauf der Erkrankung sei auch insofern anders, dass Frauen bei ähnlichen Restbefunden eher erneut operiert werden müssen, um irreparable Belastungen der rechten Herzkammer zu vermeiden, so Sarikouch.

Nach Ansicht des Forschers sollten die Leitlinien für Reoperationen bei der Fallot-Tetralogie überdacht und künftig das Geschlecht berücksichtigt werden.

In Deutschland leben rund 15.000 Menschen mit einer Fallot-Tetralogie - dem häufigsten zyanotischen Herzfehler. Die betroffenen Babys sind auch als "blue babys" bekannt.

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