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Herzstillstand

Aktive Dekompression bringt keinen Vorteil

Mechanische Reanimationshilfen, mit denen der Brustkorb aktiv komprimiert und dekomprimiert wird, führen bei Herzstillstand nicht zu besseren Ergebnissen als die manuelle Herzdruckmassage.

Veröffentlicht:

GRAND RAPIDS / MICHIGAN. Bei der herkömmlichen Herzdruckmassage kann sich der Brustkorb nur passiv entfalten. Durch die Zuhilfenahme von Reanimationsgeräten, die über eine Saugglocke verfügen, wird der Brustkorb dagegen nach jeder Kompression aktiv angehoben.

In präklinischen Studien konnte gezeigt werden, dass durch die aktiven Dekompressionsphasen der venöse Rückstrom zum Herzen und die linksventrikuläre Füllung zunehmen. In der Folge waren auch Schlagvolumen, Herzminutenvolumen und arterieller Druck in den Kompressionsphasen erhöht.

Die verbesserte hämodynamische Situation lässt erwarten, dass durch die kardiopulmonale Reanimation mit aktiver Kompression und Dekompression (ACD-CPR) auch die Prognose nach Herzstillstand besser wird. Anfangs wurde dies in einigen Untersuchungen bestätigt. Weitere Studien haben entsprechende Hoffnungen jedoch nicht erfüllt.

Aus diesem Grund haben Forscher der Cochrane Collaboration den Nutzen der ACD-CPR überprüft. In einem Review wurden alle randomisierten und quasi-randomisierten Studien berücksichtigt, in denen bei Erwachsenen mit Herzstillstand ACD-CPR und übliche manuelle Herzdruckmassage verglichen worden waren.

"ACD-CPR nicht mit erkennbarem Nutzen verbunden"

Von den zehn Studien hatten acht nur ambulante, eine nur stationäre und eine ambulante und stationäre Patienten eingeschlossen. Die Reanimation war in allen Fällen von geübten Ärzten oder Rettungsdienstmitarbeitern vorgenommen worden (Ann Emerg Med 2013; online 6. Dezember).

Auf welche Weise reanimiert wurde, hatte keinen Einfluss auf die Mortalität, unabhängig davon, ob sich der Herzstillstand außerhalb oder innerhalb eines Krankenhauses ereignet hatte (relatives Risiko (RR) 0,99 bzw. 1,00).

Auch das neurologische Ergebnis wurde durch die ACD-CPR nicht verbessert, bei den ambulanten Patienten fand sich sogar ein nicht signifikanter Trend zu vermehrten neurologischen Schäden.

Keine Unterschiede bestanden weiterhin bezüglich der Rückkehr des Spontankreislaufs und CPR-bedingter Komplikationen wie Rippenfrakturen, Hämo- oder Pneumothorax. Hauttraumen und Ekchymosen traten mit ACD-CPR etwas häufiger auf.

An diesen Ergebnissen änderte sich auch dann nichts, wenn nur Studien mit Ärzten oder nur die größten oder qualitativ besten Studien für die Analyse zugelassen wurden.

Das Fazit des Cochrane-Reviews ist daher eindeutig: "Bei Personen mit Herzstillstand ist die ACD-CPR nicht mit einem erkennbaren Nutzen verbunden." (bs)

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