Kardiologie

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Diabetes und Herzinsuffizienz – Update 2017

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie

Thrombose/Schlaganfall

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Thromboembolische Ereignisse bei Adipositas – Leitsymptome schwerer erkennbar

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 03.06.2015

Was ist besser

Orangensaft trinken oder Orangen essen?

STUTTGART. Der menschliche Körper kann wertvolle Nährstoffe der Orange möglicherweise wesentlich besser aus Saft als aus frischen Früchten aufnehmen, haben Forscher der Universität Hohenheim festgestellt (J Agric Food Chem 2015, 63 (2): 578-587).

"Zwar werden die Carotinoid- und Vitamin C-Gehalte bei der Saftherstellung geringfügig vermindert", wird Professor Reinhold Carle, Inhaber des Lehrstuhls für Technologie und Analytik pflanzlicher Lebensmittel und Initiator der Studie, in einer Mitteilung der Uni Hohenheim zitiert.

"Gleichzeitig aber nimmt die Freisetzung dieser Inhaltsstoffe und somit der Anteil, den der Körper aufnehmen und verwerten kann, um ein Vielfaches zu." Neben einer hohen Konzentration an Vitamin C verfügen Orangen über eine Vielfalt an Carotinoiden und Flavonoiden, die das Risiko für bestimmte Krebs- oder Herzkreislauferkrankungen senken können, meldet die Universität Hohenheim.

Gegenüber der Frucht genieße der Orangensaft jedoch aufgrund seines relativ hohen natürlichen Zuckergehaltes neuerdings keinen guten Ruf. Für viele Ernährungsberater sei Zucker in Lebensmitteln ein grundsätzliches Übel.

Sie raten daher anstelle von gepresstem Orangensaft eher zum Verzehr von Orangen. In England sei sogar eine "Strafsteuer" auf alle Fruchtsäfte vorgeschlagen und Orangensäfte als "Junkfood" aus einigen Kindergärten verbannt worden, so die Uni Hohenheim in ihrer Mitteilung. (mal)

[10.06.2015, 21:18:40]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
Die Schale macht den Unterschied
Auch die Nahrungstabellen der Uni Hohenheim zeigen keinen Unterschied im Zuckergehalt zwischen Orange und Orangensaft, beides unter 10%,
WENN nicht nachgesüßt wird, also keinen "Nektar", der hat deutlich mehr Zucker.
Die Schale (im Saft) hat mit zusätzlichen bioaktiven "sekundären Pflanzenstoffen" eigentlich Ernährungsvorteile,
wenn da nicht die Schalenbehandlungsmittel (Konservierungsstoffe) wären.
Da sind zwar Höchstgrenzen vorgeschrieben, aber wer weis das schon im Einzelfall.
Lauwarm abwaschen und abtrocknen vor der Fruchtpresse (mit Schale) wird empfohlen,
sicherer wären natürlich garantiert ungespritzte Früchte.
Orangenschalen als Nahrungsmittel sind in (älteren) Kochbüchern gut bekannt. zum Beitrag »
[10.06.2015, 10:36:32]
Andreas Klink 
Da fehlt noch ein wichtiger Aspekt!
Viel schlimmer als der Eigenzucker der Frucht, ist die Fructose, die im Saft isoliert vorliegt und zu einer gesteigerten Fettsynthese führt.
Dann lieber in die natürliche Frucht beißen, denn da wird die Fructose an die Ballaststoffe gebunden wieder über den Darm mit abgeführt!
 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »