Ärzte Zeitung, 11.03.2004

Mit dem Druck steigt oft der Zucker

Hohe Prävalenz für Glukosestoffwechsel-Störung bei hypertonen Risikopatienten

NEW ORLEANS (gwa). Glukosestoffwechsel-Störungen sind nach aktuellen Studienergebnissen bei Patienten mittleren Alters mit Hypertonie und hohem kardiovaskulärem Risiko überraschend häufig. Ist bei solchen Patienten kein Diabetes bekannt, sollte ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) gemacht werden, meint Professor Koon K. Teo von der Uni Hamilton in Kanada.

Teo hat jetzt erste Daten von 2837 Patienten der TRANSCEND-(Telmisartan Randomized Assessment Study in ACE-I intolerant Patients with Cardiovascular Disease) Studie auf dem ACC-Kongreß in New Orleans vorgestellt.

In dieser Studie wird derzeit eine Therapie mit Telmisartan zusätzlich zur Standardtherapie bei Hochrisikopatienten über 55 Jahre mit Hypertonie geprüft, die keinen ACE-Hemmer vertragen. Telmisartan wird in Deutschland von Boehringer Ingelheim als Micardis® und von Bayer Vital als Kinzalmono® angeboten. Bei 832 Patienten (29 Prozent) war bei Studienbeginn ein Diabetes bekannt. Bis auf 103 Patienten, die nicht einwilligten, bekamen die restlichen einen oGTT.

227 Patienten (acht Prozent) hatten einen Diabetes, 393 Patienten (14 Prozent) hatten eine gestörte Glukosetoleranz; bei 247 Patienten (neun Prozent) waren die Nüchternblutzucker-Wert mit 110 bis und 124 mg/dl erhöht. Das bedeutet: Insgesamt 60 Prozent der Patienten hatten einen gestörten Glukosestoffwechsel, was aber nur bei der Hälfte von ihnen bekannt war.

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