Nebivolol stoppt vermutlich Atherosklerose

HANNOVER (grue). Der Betablokker Nebivolol stimuliert die endogene Freisetzung von Stickstoffmonoxid (NO). So kann er Gefäße vor Atherosklerose schützen.

Veröffentlicht:

Bei Untersuchungen mit dem Betablocker Nebivolol (Nebilet®) hat Professor James Ritter vom St. Thomas Hospital in London bestätigt, daß das Mittel selektiv die kardialen Beta-1-Rezeptoren hemmt und so Blutdruck und Herzfrequenz senkt.

Aber: "Nebivolol stimuliert auch Beta-2-Rezeptoren an den Gefäßen", sagte Ritter bei einer Veranstaltung des Unternehmens Berlin-Chemie in Hannover. An Endothelzellen konnte er belegen, daß über stimulierte Beta-2-Rezeptoren die NO-Produktion in Gang gesetzt wird, unter Beteiligung von Proteinkinase A.

"Die Beta-2-Rezeptoren vermitteln eine zusätzliche NO-abhängige Vasodilatation", so Ritter. Bei Nebivolol ergänzten sich Beta-1-Antagonismus und Beta-2-Agonismus ideal. "Über die vermehrte NO-Synthese kann Nebivolol vermutlich Atherosklerose aufhalten".

NO-Forscher zählen Nebivolol deswegen zu den Substanzen, die über NO-stimulierende Effekte auf Gefäße wirken. Dazu gehören ACE-Hemmer, Statine und die Aminosäure Arginin, wie Professor John Cooke von der Stanford Universität in Kalifornien sagte. Er rät seinen herzkranken Patienten zur Nahrungsergänzung mit hochdosiertem Arginin. Drei Gramm am Tag seien nötig, meinte der Kardiologe.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Fallstricke in der Praxis

Häufige Fehler in der Hypertonie-Therapie: So geht’s besser!

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Prof. Dr. Christoph Liebetrau, Cardioangiologisches Centrum Bethanien (CCB), Frankfurt am Main

© [M] Privat; psdesign1 / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

So wird der Troponin-I-Wert in der Praxis genutzt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Abbott GmbH
Abb. 1: Wirkmechanismus von Riociguat

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [3]

Pulmonale Hypertonie

Riociguat: seit fünf Jahren zugelassen bei CTEPH und PAH

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: MSD SHARP & DOHME GmbH, Haar
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kasuistik

Massiv erhöhter CA-19-9-Wert weckt falschen Krebsverdacht

Lesetipps
Ein Anwalt hält eine Gesetzessammlung in der Hand.

© Kzenon / stock.adobe.com

Prozesse werden teurer

Tipps: So können Praxen die Risiken für einen GOÄ-Streit minimieren

Eine Blutdruckmessung

© CasanoWa Stutio / stock.adobe.com

Fallstricke in der Praxis

Häufige Fehler in der Hypertonie-Therapie: So geht’s besser!

Ab wann darf ich jüngere Menschen auf Kasse gegen Herpes zoster impfen?

© Porträt: privat | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Ab wann darf ich jüngere Menschen auf Kasse gegen Herpes zoster impfen?