Ärzte Zeitung, 21.05.2004

Therapie-Nutzen bei Hypertonie ist vielfach belegt

NEU-ISENBURG (Rö). Mit dem Blutdruck steigt das Risiko für Schlaganfälle: Es ist bei einem systolischen Blutdruck von 159 mmHg um 40 Prozent höher als bei 140 mmHg.

Nach den Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation und der Deutschen Hochdruckliga sollte der Blutdruck deshalb zuverlässig unter 140/90 mmHg liegen. Viele Interventionsstudien haben schon lange den Nutzen einer Blutdrucksenkung zur Verminderung des Schlaganfall-Risikos belegt. Dabei wurden bis zu 40 Prozent erreicht. In der LIFE-Studie hatte zudem der AT-II-Antagonist Losartan (Lorzaar®) mit einer um 25 Prozent geringeren Inzidenz von Schlaganfällen im Vergleich zu Atenolol die Nase vorn.

Auch die Bedeutung lipidsenkender Therapien für die Prävention von Schlaganfällen ist unbestritten: Gut belegt ist bei Hypercholesterinämie bereits die Primärprävention Dazu rät auch schon die Deutsche Gesellschaft für Neurologie.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »