Ärzte Zeitung, 13.07.2004

Günstige Effekte von Losartan auf Remodelling

PARIS (gvg). Der AT-II-Blocker Losartan hat in der LIFE-Studie das Schlaganfallrisiko bei Hypertonie-Patienten um ein Viertel stärker gesenkt als die Vergleichssubstanz Atenolol. Als Gründe dafür kommen unter anderem antithrombotische Effekte des AT-II-Antagonisten in Frage.

So sei Losartan (Lorzaar®) in der Lage, pathologische, fibrotische Umbauprozesse im Herzmuskel teilweise rückgängig zu machen, wie Professor Carlos Ferrario von der Wake Forest University aus dem US-Bundesstaat North Carolina in Paris gesagt hat. "Das schlägt sich in einer Verringerung der linksventrikulären Hypertrophie und in einer Reduzierung des Durchmessers der linken Herzkammer unter Losartan nieder, was auch die LIFE-Studie gezeigt hat", hat Ferrario auf einer Veranstaltung von MSD beim Europäischen Hypertoniekongreß berichtet.

Beides biete wiederum einen gewissen Schutz vor dem Auftreten von Herzrhythmusstörungen. Auch das habe die LIFE-Studie belegt, in der die Rate von Patienten mit neu aufgetretenem Vorhofflimmern mit Losartan um ein Drittel geringer war als mit der Vergleichssubstanz. "Der Schutz vor Schlaganfällen könnte also zum Teil mit diesen tendenziell antiarrhythmogenen Wirkungen des Losartans, vor allem im Bereich der Vorhöfe, zusammenhängen", schlußfolgerte Ferrario.

Außer strukturellen Wirkungen auf den Herzmuskel hat der AT-II-Antagonist antithrombotische und antiarteriosklerotische Wirkungen. "Man hat experimentell nachgewiesen, daß Losartan die Ausbildung von Gefäßplaques bremst", so Ferrario.

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