Ärzte Zeitung, 14.09.2004

Faktor entdeckt, der im Gehirn den Blutdruck regelt

WASHINGTON (ddp). US-Mediziner haben einen neuen Ansatz zur Behandlung bei Bluthochdruck gefunden. Dr. George Prell von der Mount Sinai School of Medicine in New York und seine Kollegen identifizierten einen Botenstoff (IAA-RP), der bereits im Gehirn an der Regulierung des Blutdrucks beteiligt ist.

Dieses Wissen könnte helfen, neuartige Medikamente zu entwickeln, die in diesen Mechanismus eingreifen (PNAS-Online). Außer auf den Blutdruck wirkt IAA-RP auch auf die Ausschüttung von Insulin. Der Botenstoff hat somit ebenso einen Einfluß auf die Entstehung von Diabetes, fanden die Mediziner heraus. Der Botenstoff könnte damit die lange gesuchte Verbindung zwischen diesen beiden Krankheiten sein.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »