Ärzte Zeitung, 02.05.2005

Stenose schützte Niere vor Hypertoniefolge

MÜNCHEN (wst). Manchmal ergibt sich die paradoxe Situation, daß eine Krankheit das betroffene Organ vor Folgeschäden schützt. So geschehen bei einem etwa 65jährigen Patienten mit Bluthochdruck und einer Nierenarterienstenose.

Seine Geschichte stellte Professor Roland Schmieder vom Universitätsklinikum Erlangen auf einem von MSD organisierten interaktiven Herz-Kreislauf-Forum in München vor.

Der Patient war an den Folgen eines langjährigen, unzureichend kontrollierten Bluthochdruckes gestorben. Die Autopsie brachte eine Überraschung: Der Patient hatte eine weitgehend unauffällige rechte Niere; die linke Niere war dagegen massiv geschädigt aufgrund einer Glomerulosklerose.

Wie erklären sich diese so unterschiedlichen Befunde an den beiden Nieren? Diese Frage stellte Schmieder seinen Kollegen im Forum. Die Antwort war natürlich, daß rechts eine Nierenarterienstenose bestand, die die Niere vor dem Hochdruck deutlich geschützt hatte. Dagegen war die linke Niere viele Jahre ungebremst dem unzureichend kontrollierten Hypertonus ausgesetzt gewesen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »