Ärzte Zeitung, 25.11.2005

Pluspunkte bei Hypertonie für ein Kombipräparat

Blutdrucknormalisierung bei zwei von drei Patienten

BERLIN (gvg). Die niedrig dosierte Zweierkombination wird mittlerweile als gleichwertige Initialtherapie bei arterieller Hypertonie von den Fachgesellschaften empfohlen. Wer auf diese Option setzt, kann bei zwei von drei Patienten mit einer Normalisierung des Blutdrucks rechnen.

Entsprechende Daten liegen etwa aus der STRATHE-Studie vor. In dieser Studie wurde bei 533 Patienten eine Initialtherapie mit einer Kombination aus 2 mg Perindopril und 0,625 mg Indapamid mit einem auf einem AT1-Rezeptorantagonisten fußenden Stufenschema und mit einer sequentiellen Monotherapie verglichen. Eine Fixkombination aus Indapamid und Perindopril ist als Preterax® verfügbar.

"Die frühe Kombination war den Alternativstrategien bei der Senkung des systolischen Blutdrucks und bei der Häufigkeit von Blutdrucknormalisierungen statistisch signifikant überlegen." Das sagte Professor Roland Schmieder von der Universität Erlangen-Nürnberg auf dem 29. Kongreß der Deutschen Hochdruckliga in Berlin.

Nach neun Monaten Behandlungsdauer lag der Blutdruck bei 62 Prozent der kombiniert behandelten Patienten bei 130/80 mmHg oder darunter, wie Schmieder auf einer von dem Unternehmen Servier unterstützten Veranstaltung sagte. Bei der Strategie einer sequentiellen Monotherapie waren es nur 49 Prozent. Bei Anwendung eines Stufenschemas, bei dem zunächst die Dosis des AT1-Blockers erhöht wurde, bevor dann zusätzlich ein Diuretikum verwendet wurde, waren es 47 Prozent.

Gerade eine besonders zügige Senkung des Blutdrucks in den Normalbereich trage zur Verhinderung kardiovaskulärer Ereignisse bei, so Schmieder.

So belege eine neue Auswertung der VALUE-Studie mit allen teilnehmenden Patienten unabhängig von der Therapie, daß jene, bei denen es gelang, den Blutdruck innerhalb der ersten sechs Monate zu normalisieren, seltener kardiovaskuläre Ereignisse hatten als jene, bei denen es länger dauerte - für Schmieder ein Argument für die initiale Kombitherapie. Denn hier sei der Anteil der Patienten, bei denen bereits mit dem ersten Therapieschema ein Therapieerfolg erreicht wird, am größten.

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