Ärzte Zeitung, 02.03.2007

DAS SAGT TAKEDA PHARMA

Keine Hilfe für die Therapie

Takeda schreibt: "Das IQWiG kommt bei der vergleichenden Bewertung von Antihypertensiva als Ersttherapie in seinem Vorbericht zu einer Schlussfolgerung, die eine grobe Vereinfachung des Sachverhaltes zu Lasten der Patienten darstellt. Die in die Auswertung einbezogenen Studien sind für einen Teil der Fragen nicht geeignet, darüber hinaus sind nicht alle relevanten Studien berücksichtigt worden.

Vor allem der Aspekt der Verträglichkeit der Therapie wird nur ungenügend einbezogen. Eine Basis für ein patientenorientiertes Behandlungsmanagement wird durch den Vorbericht nicht geschaffen, wodurch keine Hilfestellung für Ärzte bei der individuellen Therapieentscheidung geleistet wird.

Inwieweit der Vorbericht überhaupt als Diskussionsgrundlage herangezogen werden kann, bleibt abzuwarten, da er nicht den Vorgaben des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes entspricht. Zeitdruck ist dabei aus unserer Sicht nicht gegeben, da die Therapie in der Hypertonie durch die Leitlinien der Fachgesellschaften ausreichend geregelt ist." (eb)

Lesen Sie dazu auch den Gastbeitrag:
"Der IQWiG-Bericht ist ein Signal in die falsche Richtung und ein Rückschritt in die Zweiklassen-Medizin"

Lesen Sie dazu auch:
Das sagt das Institut IQWiG: Für Diuretika ist der Nutzen am besten belegt
Das sagen Kritiker des IQWiG-Vorberichts: Wichtige Kriterien für Erfolg bei der Therapie sind unbeachtet

Das sagen Pharma-Unternehmen:
Blutdrucksenkung nicht bewertet - die Stellungnahme von AstraZeneca
Vorbericht ist unzureichend - die Stellungnahme von Boehringer Ingelheim
Verfahrens-Regeln missachtet - die Stellungnahme von Novartis

Was Sie über das IQWiG wissen sollten:
Nach welchen Methoden das IQWiG Berichte erstellt
Die Zusammenarbeit GBA-IQWiG gilt als intransparent
Vorbericht: Keine juristischen Folgen

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