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Wie Blutdrucksenker das Abspecken beeinflussen

BERLIN (ob). Bei adipösen Hypertonikern, die mit medikamentöser Unterstützung abspecken wollen, könnte die Wahl der antihypertensiven Therapie von gewisser Bedeutung sein. Denn davon hängt möglicherweise ab, wie erfolgreich die Gewichtsreduktion ist.

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Das legen Ergebnisse einer neuen Studie deutscher Hypertonie-Experten von der Berliner Charité nahe, die jetzt im Fachblatt "Circulation" veröffentlicht wurden (Circulation 115, 2007, 1991). Das Berliner Forscherteam um Professor Jürgen Scholze hat dafür 171 adipöse Hypertoniker ausgewählt, die je zu einem Drittel mit unterschiedlichen antihypertensiven Zweierkombinationen vorbehandelt waren, und zwar entweder mit einer von zwei Kalziumantagonist/ACE-Hemmer-Kombinationen (Felodipin plus Ramipril oder Verapamil plus Trandolapril) oder einer Betablocker/Diuretikum-Kombination (Metoprolol plus HCT).

Die Probanden wurden randomisiert zwei Gruppen zugeteilt und - bei fortgesetzter antihypertensiver Therapie - 16 Wochen lang mit dem Antiadipositum Sibutramin (Reductil®) oder Placebo behandelt. Geklärt werden sollte, ob es zu Interaktionen zwischen der antiadipösen Therapie und den drei Blutdrucksenker-Kombinationen kommt.

Erwartungsgemäß wurden Körpergewicht, BMI und Bauchumfang der Patienten mit Sibutramin signifikant stärker verringert als mit Placebo. Daraus resultierten auch günstigere metabolische Effekte auf Glukosetoleranz und Triglyzeridspiegel.

Allerdings waren diese positiven Wirkungen der Sibutramin-Therapie in der Subgruppe der Hypertoniker, die mit der Metoprolol/HCT-Kombination antihypertensiv behandelt worden war, signifikant schwächer ausgeprägt als in den beiden Vergleichsgruppen.

So verloren Patienten, die eine Kalziumantagonist/ACE-Hemmer-Kombination zur Blutdrucksenkung erhalten hatten, mit Sibutramin im Schnitt 6 bis 7 kg an Körpergewicht. Wurde mit Metoprolol/HCT behandelt, schmolzen nur knapp 4 kg dahin; auch wurden in dieser Subgruppe die metabolischen Parameter nur minimal verbessert.

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