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Herz-Patienten haben oft zu hohen Blutdruck

MÜNCHEN (Rö). Selbst bei den meisten Hypertonikern mit einer Herzkrankheit bleibt die Blutdruckeinstellung zu optimieren. Dieses Ergebnis einer Studie in kardiologischen Praxen bestätigt ähnliche Resultate in Hausarztpraxen.

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Die wichtigsten Ergebnisse des so genannten Snapshot-Hypertonie-Registers, eines Projektes des Bundesverbandes niedergelassener Kardiologen: Von 7302 untersuchten Patienten war gemessen am Wert von 140 / 90 mmHg nur bei 35 Prozent der Blutdruck im Normbereich.

Zwar waren mit 96 Prozent sehr viele Hypertoniker medikamentös versorgt, doch war der Blutdruck dadurch kaum effektiv gesenkt. Mit einer Monotherapie waren nur 34 Prozent normoton. Mit einer Kombitherapie hatten 37 Prozent ihr Therapieziel erreicht.

24 Prozent der Patienten erhielten eine Monotherapie, fast jeder zweite davon einen Betablocker - weitgehend unabhängig von Risikofaktoren und Begleiterkrankungen. So nahmen von den Diabetikern nur 60 Prozent einen ACE-Hemmer und von den Herzinsuffizienz-Patienten nur 58 Prozent. Von allen mit Monotherapie Behandelten bekamen 26 Prozent einen ACE-Hemmer und 14 Prozent einen AT-II-Antagonisten.

Für das Snapshot-Hypertonie-Register wurde bei 7302 Hypertonikern, die an einem Stichtag in eine Kardiologen-Praxis gekommen waren, der Blutdruck gemessen. Zudem wurden Daten zur Therapie erhoben. Professor Sigmund Silber aus München hat die Ergebnisse mit Kollegen zur Hochdruck-Liga-Tagung veröffentlicht (DMW 132, 2007, 2430). Die Tagung beginnt heute in Bochum und dauert bis Samstag.

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