Direkt zum Inhaltsbereich

Angiotensin II - Schlüssel für Organschäden

MANNHEIM (Rö). Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass Angiotensin II und der AT1-Rezeptor eine Schlüsselrolle im gesamten so genannten kardiovaskulären Kontinuum haben. Dies erklärt, warum die Hemmung des ReninAngiotensin-Systems mit Erfolg Organschäden vorbeugen kann.

Veröffentlicht:

Die Zusammenhänge hat Professor Michael Böhm bei einem Symposium des Unternehmens Berlin-Chemie zum Kardiologen-Kongress in Mannheim erläutert. Durch kardiovaskuläre Risikofaktoren, etwa Bluthochdruck, wird zunächst die Endothelfunktion beeinträchtigt. Das ist der Beginn der Atherosklerose. Kommt es dann zur Ruptur eines Plaques in den Karotiden, kann auf den Herzinfarkt über Remodelling-Prozesse die terminale Herzinsuffizienz folgen. Überall in diesem kardiovaskulären Kontinuum greift Angiotensin II negativ ein: Über inflammatorische Reaktionen und zunehmenden oxidativen Stress werden kardiovaskuläre Endorganschäden ausgelöst und verschlimmert. Wie der Kardiologe vom Klinikum Homburg/Saar berichtet hat, belegen inzwischen viele Daten, dass die endotheliale Dysfunktion durch einen AT1-Anta-gonisten verbessert werden kann.

Und: In Studien mit Hemmstoffen des Renin-Angiotensin-Systems wurde das Auftreten akuter kardiovaskulärer Ereignisse signifikant vermindert. Dies wurde zunächst mit ACE-Hemmern belegt, dann aber auch mit AT-II-Antagonisten. Damit ist etwa eine signifikante Senkung der Schlaganfallrate belegt. Auch bei der Herzinsuffizienz erweisen sich diese Substanzen als vorteilhaft. Und das gilt ebenso als Therapie gegen die Progression einer Niereninsuffizienz.

Für den AT-II-Antagonisten Olmesartan (vom Unternehmen als Votum® angeboten) ist erstmals in einer Vergleichsstudie mit Atenolol, der MORE-Studie, belegt worden, dass nur mit dem AT-II- Antagonisten das Plaquevolumen schrumpft, bei gleicher Blutdrucksenkung, aber nicht mit dem Betablocker.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Sonderbericht

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim

Früherkennung von Bluthochdruck

Hypertonie: Wenn die Smartwatch in falscher Sicherheit wiegt

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Arbeitserleichterung

So schenkt KI Ärztinnen und Ärzten mehr Zeit für Patienten

Daten aus Japan

Extreme Hitze scheint Demenz zu beschleunigen

Jetzt abonnieren

Unsere Newsletter in der Übersicht

Lesetipps
Ein alter Patient sitzt einer jüngeren Ärztin gegenüber.

© Ben / stock.adobe.com / generated AI

Prävalenz-Vergleich der Kreise

Auffällig hoher Anteil an multimorbiden Menschen in Ostdeutschland