Direkt zum Inhaltsbereich

Neue Strategien gegen PAH in der Erprobung

FRANKFURT AM MAIN (ug). Bei der Behandlung von Patienten mit schwerem Lungenhochdruck hat es in den letzten Jahren große Fortschritte gegeben. Außerdem laufen derzeit mehrere Studien zu neuen Wirkstoffen.

Veröffentlicht:

Die idiopathische pulmonale arterielle Hypertonie gehört zu den seltenen Erkrankungen, es gebe nur wenige 1000 Patienten in Deutschland, sagte Privatdozentin Heinrike Wilkens aus Homburg beim 11. PH-Patiententreffen in Frankfurt am Main. Aber es gebe Millionen von Patienten mit pulmonaler Hypertonie (PH), bei denen der Lungenhochdruck Folge einer anderen Erkrankung ist, etwa von Linksherz- oder Lungenerkrankungen.

Die Definition der PH ist 2008 geändert worden, berichtete Wilkens auf der Konferenz, die von den Unternehmen Actelion Pharmaceuticals Deutschland, Bayer Vital, Pfizer und Encysive Deutschland unterstützt wurde. Als manifest gilt die PH demnach bei einem mittleren pulmonal-arteriellen Druck über 25 mmHg und als grenzwertig bei einem Druck über 20 mmHg.

Die Prognose bei PH ist sehr schlecht. Unbehandelt schreitet die Krankheit rasch fort. Es gilt also, die PH möglichst früh zu erkennen. Doch die ersten Symptome sind sehr unspezifisch, zum Beispiel Luftnot bei Belastung, Schmerzen im Brustkorb oder Heiserkeit. "Die Patienten haben oft eine lange Odyssee an Untersuchungen hinter sich", so Wilkens. Bis zur Diagnosestellung vergingen oft Monate bis Jahre.

Doch mit modernen Therapeutika kann den Patienten meist gut geholfen werden. Noch vor 15 Jahren standen keine spezifischen Medikamente gegen PH zur Verfügung. Seither sind sieben Medikamente entwickelt worden. Die zugelassenen Substanzen stammen aus drei Wirkstoffklassen: Phosphodiesterase-5-Blocker, Endothelin-Rezeptor-Antagonisten und Prostanoide. Inzwischen werden auch ganz neue Therapiestrategien untersucht, sagte Dr. Robert Voswinckel aus Gießen. So laufen klinische Studien mit Tyrosinkinase-Hemmern, die bisher als Krebsmedikamente bekannt sind, mit Stimulatoren der löslichen Guanylatzyklase und mit Serotonin-Hemmstoffen. Die ersten Ergebnisse seien sehr ermutigend, so Voswinckel.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Anpfiff fürs Herzrasen

Gefährlich emotional: Wenn Fußball aufs Herz geht

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Mehrere Milliarden Dosen verimpft

Review bestätigt: mRNA-Impfungen sind sicher und wirksam

Einschätzung von Kollegen

Wenn die Telefon-AU wegfällt: Was das für den Praxisalltag bedeutet

Lesetipps
Weltkugel, eingerahmt von vielen bunten Schleifen.

© AddMeshCube / sock.adobe.com

Krebsreport

WHO befürchtet starken Anstieg der Krebs-Diagnosen weltweit

Tablets to maintain the correct functioning of the human cardiovascular system on a blue background close-up

© bisonov / stock.adobe.com

Kombi schlägt Monotherapie

Diese Blutdrucksenker werden am besten vertragen