Ärzte Zeitung, 08.02.2011

Hypertonie: Finanzielle Anreize ziehen nicht

BOSTON (ob). Ein System erfolgsbezogener finanzieller Anreize ("pay for performance") für Allgemeinmediziner hat in Großbritannien nicht dazu beigetragen, die Qualität der medizinischen Versorgung von Patienten mit Bluthochdruck entscheidend zu verbessern. Der Grund dafür könnte gewesen sein, dass die Betreuung von Hypertonikern aufgrund zuvor erzielter Fortschritte bereits so gut war, dass viele der geforderten Qualitätskriterien in der Praxis bereits de facto erfüllt wurden.

Ein Team um Dr. Stephen Soumerai aus Boston hat bei der Untersuchung die Daten von mehr als 470 000 Hypertonikern in 358 Praxen britischer Allgemeinmediziner analysiert (BMJ 2011 online). Dabei verglichen sie die Qualität der Kontrolle und Behandlung der Patienten in den Zeiträumen vor und nach Einführung des "Pay-for-Performance"-Systems im Jahr 2004. Dieser Vergleich ergab keine signifikanten Unterschiede.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »