Ärzte Zeitung, 20.05.2011

Variabilität des Blutdrucks - Risiko für Schlaganfall?

BERLIN (gvg). Ist ein sehr variabler Blutdruck ein eigenständiger Risikofaktor für Schlaganfälle? Hinweise stammen aus zwei Studien, in denen der Blutdruck mit Amlodipin und Atenolol gesenkt worden war.

Kalziumantagonisten reduzieren bekanntlich das Schlaganfallrisiko stärker als Betablocker. 24-Stunden-Blutdruckmessungen ergaben: Mit Betablockern ist die Blutdruckvariabilität wesentlich höher als mit Kalziumantagonisten (Lancet Neurology 2010; 9: 469). Ebenfalls eher günstig sind Diuretika.

"Diese Daten sprechen gegen eine Verharmlosung von Blutdruckschwankungen und Blutdruckspitzen in der antihypertensiven Therapie", so Professor Frank Erbguth aus Nürnberg. Er plädierte dafür, in die Auswahl des Antihypertensivums bei erhöhtem Schlaganfallrisiko die Blutdruckvariabilität einzubeziehen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »