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Schwimmen schützt vor Bluthochdruck

Regelmäßig schwimmen eignet sich hervorragend, um bei untrainierten älteren Personen mit Prähypertonus dem Bluthochdruck und der Atherosklerose vorzubeugen.

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AUSTIN (DE). Wer kennt das Problem nicht: Der oder die Patientin in den besten Jahren gleitet so langsam in Richtung metabolisches Syndrom: Der Blutdruck grenzwertig, die Lipidwerte zu hoch, der Gürtel wird weiter statt enger geschnallt, die Waage ächzt.

Und dem ärztlichen Rat, sich täglich ein Dreiviertelstündchen an der frischen Luft körperlich zu ertüchtigen, steht der Verschleiß an den neuralgischen Punkten des Bewegungsapparates entgegen: Herr Doktor, Sie wissen doch, das Knie!

Wenn Sie solche Patienten vor sich haben, dann raten Sie zu Zurückhaltung bei Salzen - und verordnen Sie eine Jahreskarte fürs Schwimmbad, empfiehlt eine US-Forschergruppe um Dr. Nantinee Nualnim von der Universität in Austin/Texas (Am J Cardiol 2012; online 11. Januar).

Ein wenig Enthaltsamkeit beim Salzkonsum reduziert bereits den Blutdruck um bis zu 10/5 mmHg. Nun fanden die Autoren heraus, dass auch regelmäßiges Schwimmen den systolischen Blutdruck um etwa 10 mmHg nach unten bringt. Gleichzeitig bessert sich die Gefäßfunktion in beeindruckendem Ausmaß.

Karotiden deutlich elastischer

In der Studie sind 43 im Schnitt 60-jährige Personen mit Prähypertonie oder Hypertonie Grad 1 in zwei Gruppen aufgeteilt worden: Die einen gingen 12 Wochen lang regelmäßig schwimmen.

Die anderen absolvierten als Kontrollgruppe statische Entspannungs- und Dehnungsübungen. Die Gruppen waren in ihren sonstigen Merkmalen vergleichbar.

Regelmäßiges Schwimmen senkte den systolischen Blutdruck signifikant von 131 auf 122 mmHg. In der Kontrollgruppe änderte sich der Blutdruck nicht.

Gleichzeitig verbesserte das Schwimmen die Compliance, also die elastischen Eigenschaften der Karotisarterien signifikant um 21 Prozent.

Auch die Blutfluss-vermittelte Vasodilatation sowie die kardiovagale Baroreflex-Sensitivität zeigten sich in der Schwimmergruppe signifikant verbessert, nicht jedoch in der Kontrollgruppe.

Fazit: Regelmäßiges Schwimmen ist bestens geeignet, den Blutdruck zu senken und die Gefäßfunktion in einer Weise zu beeinflussen, die der Ausbildung einer Atherosklerose entgegenwirkt. Es eignet sich gut, um Couch-Potatoes zu mobilisieren.

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