Ärzte Zeitung, 25.02.2008

BUCHTIPP DES TAGES

Blick auf den Fettstoffwechsel

Kurz und bündig, so stellen die Autoren des Buches "Lipide und Dyslipoproteinämien" den physiologischen und den pathologisch veränderten Lipidstoffwechsel vor.

Da werden zuerst "Spieler" und "Spielregeln" des gesunden Fettstoffwechsels erklärt. Sodann nehmen die Autoren mögliche Fehlfunktionen genauer unter die Lupe. Schließlich werden die Pathogenese der Störungen erläutert und jede Laborwertveränderung nach ihrer klinischen Bedeutung gewichtet.

"Entgegen früherer Einteilung nach Primär- und Sekundärprävention wird heutzutage nicht nur die Therapieindikation, sondern auch das Therapieziel auf der Basis des individuell für den Patienten ermittelten Risikos festgelegt", so das Autorentrio. In der Regel werde dieses kardiovaskuläre Risiko auf eine Dekade bezogen.

Des Weiteren geben die Autoren Tipps zur Diagnose und gehen auf die nicht-medikamentösen und medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten ein. So werden Wirkstoffgruppen zur Absenkung von LDL-Cholesterin oder Triglyzeriden vorgestellt und die Vor- und Nachteile einzelner Vertreter genannt. Den Abschluss des Buches bilden acht Kasuistiken, anhand derer das Gesagte noch einmal zusammengefasst wird. (sir)

Karl Winkler, Winfried März, Heinrich Wieland: Lipide und Dyslipoprotein- ämien. Differenzialtherapie von Fettstoffwechselstörungen. UNI-MED Science, 1. Aufl. 2007, 64 Seiten, 25 Abb., ISBN: 978-3-89599-206-3, 39,80 Euro.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »