Ärzte Zeitung, 16.11.2006

Dunkle Schokolade hemmt Gerinnung

CHICAGO (ddp.vwd). Schokolade kann das Verklumpen von Blutplättchen verringern und damit das Herzinfarktrisiko senken. Schon kleine Mengen Schokolade oder Kakao können bereits einen Effekt zeigen.

Das hat eine Studie von Diane Becker und Kollegen aus Baltimore ergeben, die jetzt beim Treffen der amerikanischen Herzgesellschaft in Chicago präsentiert wurde.

Die Teilnehmer der Studie nahmen entweder täglich einen Schokoriegel, einer Tasse Kakao oder Ähnliches zu sich oder verzichteten auf Schokolade. Die Blutgerinnung setzte bei den Schokoladen-Essern nach durchschnittlich 130 Sekunden ein, bei den enthaltsamen Personen nach durchschnittlich 123 Sekunden.

Eine weitere Erkenntnis war, daß bei den Teilnehmern mit Schokokonsum halb so viel gerinnungsinduzierendes Thromboxan im Urin nachweisbar war wie bei denen ohne.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »