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KOMMENTAR

Gute Argumente für Statin-Therapie

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Herzpatienten, die ihre Statine nicht regelmäßig einnehmen, müssen damit rechnen, dass sie vorzeitig sterben. Dieses Ergebnis einer US-Analyse ist ein schönes Beispiel dafür, welche Bedeutung Daten klinischer Studien in der Praxis tatsächlich haben können. Denn bei Infarkt-Patienten, die nur unregelmäßig ihre Statine einnahmen, war die Sterberate in zweieinhalb Jahren um etwa ein Drittel höher als bei Patienten mit konsequenter Statin-Therapie. Das entspricht ziemlich genau dem Unterschied zwischen Placebo- und Statin-Therapie in großen klinischen Studien.

Damit gibt es ein weiteres Argument, um Patienten von der Bedeutung der Statin-Therapie zu überzeugen: Jetzt lässt sich eindeutig sagen, dass eine Tablette jeden zweiten Tag eben nicht ausreicht, um die Patienten vor einem vorzeitigen Tod durch Herzinfarkt oder Schlaganfall zu bewahren.

Von dieser Erkenntnis müssen aber nicht nur die Patienten überzeugt werden, sondern auch deren Angehörige. Denn offenbar ist nach den Daten der US-Analyse die Compliance vor allem bei denjenigen Herzpatienten schlecht, die aufgrund von psychischen Störungen oder einer kognitiven Beeinträchtigung nicht mehr selbst in der Lage sind, ihre Medikamente regelmäßig einzunehmen. Die Alarmglocken sollten also spätestens dann klingeln, wenn die verschriebene Monatspackung mit Statinen plötzlich zwei Monate lang hält.

Lesen Sie dazu: Schlechte Statin-Compliance verkürzt das Leben

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