Ärzte Zeitung, 22.01.2007

KHK-Risiko an Chromosomen ablesbar

LEICESTER (ddp.vwd). Britische Forscher haben einen Zusammenhang zwischen dem KHK-Risiko und den Längen der Chromosomen-Enden entdeckt: Mehr Männer, bei denen diese Telomere kürzer sind, entwickeln Durchblutungsstörungen des Herzens als gleichaltrige Männer mit längeren Telomeren.

Um den Einfluss der verkürzten Telomere auf das Risiko für Herzkrankheiten zu überprüfen, analysierten Dr. Scott Brouilette von der Uni Leicester und seine Kollegen zweimal im Abstand von fünf Jahren das Erbgut in Leukozyten von mehr als 1500 Freiwilligen.

Das Ergebnis: Probanden, deren Telomere kurz waren, hatten während der Studiendauer mit einer fast doppelt so hohen Wahrscheinlichkeit eine Herzkrankheit entwickelt wie ihre Altersgenossen mit längeren Telomeren. Dieser Einfluss war unabhängig von anderen Risikofaktoren wie Übergewicht, Hypertonie oder Rauchen (Lancet 369, 2007, 107).

Immerhin läßt sich dem negativen Effekt verkürzter Telomere eventuell gegensteuern. Denn das höhere KHK-Risiko bei kurzen Telomeren ließ sich durch eine Statintherapie verringern.

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