Ärzte Zeitung, 31.01.2008

Olivenöl scheint doch nicht gut fürs Herz zu sein

MÜNSTER (hub). "Olivenöl kann zu Atherosklerose führen" - diese Botschaft haben jetzt Forscher der Uni Münster in die Welt entlassen. Bisher wurde Olivenöl als Bestandteil mediterraner Kost eine schützende Wirkung auf Herz und Gefäße zugesprochen.

Doch die Pharmazeuten und Chemiker aus Münster fanden jetzt: Einfach ungesättigte Fettsäuren wie die Ölsäure aus Olivenöl steigern massiv die Aktivität einer bestimmten Phosphatase (PP2C).

Und die erhöhte Enzymaktivität kann das Risiko für Atherosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Eine erhöhte Aktivität von PP2C führt nämlich zum Zelltod. Die dafür nötigen hohen Konzentrationen einfach ungesättigter Fettsäuren könnten durch hohen Olivenölkonsum durchaus erreicht werden, so die Forscher.

In ihren Versuchen fütterten sie auch Meerschweinchen mit und ohne Olivenöl. Mit Olivenöl hatten die Nager kleinere und leichtere Herzen und öfter geschädigte Herzmuskelzellen. Vor einer endgültigen Aussage müsse die Wirkung von Olivenöl bei Menschen geprüft werden, so die Forscher.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »