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Viel Bewegung hält Körper zehn Jahre jünger

LONDON (mut). Sport entpuppt sich offenbar als Jungbrunnen: Menschen, die sich viel bewegen, werden nicht nur seltener herz- und zuckerkrank, sie altern auch langsamer.

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Bislang ging man davon aus, dass Sport vor allem deswegen nützt, weil dadurch Krankheiten wie KHK und Diabetes verhindert werden. Dr. Lynn Cherkas und Kollegen aus London haben nun jedoch Hinweise gefunden, dass ein körperlich aktives Leben auch direkt den Alterungsprozess bremst.

Die Forscher untersuchten die Länge der Telomere bei über 2400 Zwillingen. Telomere sind lange DNA-Sequenzen, die Chromosomen vor Fusion und Degradierung schützen. Sie werden bei jeder Zellteilung etwas kürzer und gelten als guter Marker für das biologische Alter. Entzündungen und oxidativer Stress reduzieren ebenfalls die Telomer-Länge.

Die Forscher teilten die im Schnitt 49-jährigen Zwillinge gemäß ihrer körperlichen Aktivität in vier Gruppen ein und maßen die Telomer-Länge in den Leukozyten. Das Ergebnis: In der Gruppe der sehr aktiven Teilnehmer waren die Telomere bei gleichem kalendarischem Alter im Schnitt um 200 Nukleotide länger als bei den Couchpotatoes.

Geht man von einem durchschnittlichen Verlust von etwa 20 Nukleotiden pro Jahr aus, entspricht dies einem Vorteil von zehn Jahren Lebenszeit. Der Effekt trat auch bei einzelnen, unterschiedlich aktiven Zwillingspaaren auf und blieb bestehen, wenn Begleitfaktoren wie Rauchen und BMI berücksichtigt wurden (Arch Intern Med 168, 2008, 154).

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