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Rimonabant bremst Atherosklerose

WIESBADEN (djb). Dicke nehmen mit dem Cannabinoid (CB1)-Rezeptorantagonisten Rimonabant nicht nur ab, sondern verbessern zudem ihr kardiometabolisches Risikoprofil. Das belegen erste Ergebnisse eines Studienprogramms.

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In einem großen Phase-IIIb-Studienprogramm wird derzeit der Zusatznutzen von Rimonabant (Acomplia®) im kardiovaskulären Risikomanagement geprüft. Erste Ergebnisse daraus sind jetzt veröffentlicht worden (JAMA 299, 2008, 1547), wie Stefan Engeli aus Hannover beim Internisten-Kongress berichtet hat. In der kontrollierten doppelt verblindeten STRADIVARIUS*- Studie wurden 839 übergewichtige Patienten mit kardiometabolischen Risikofaktoren 18 Monate lang entweder mit Rimonabant (20 mg) oder Placebo behandelt.

Unter Rimonabant nahm das Atherom-Volumen (PAV) weniger zu als unter Placebo (um 0,25 Prozent versus 0,5 Prozent), der Unterschied war jedoch nicht signifikant (p=0,22). Zudem wurde eine signifikante Verkleinerung des normalisierten totalen Atherom-Volumens (nTAV) um 2,2 mm³ im Vergleich zu einer Vergrößerung von 0,88 mm³ in der Placebogruppe beobachtet (p=0,03).

Die Daten belegen, dass Rimonabant das Atherom-Wachstum in den Koronararterien bei Übergewichtigen mit KHK und Metabolischem Syndrom bremst, so Engeli bei einer Veranstaltung von Sanofi-Aventis.

Außerdem verbesserten sich weitere kardiometabolische Risikofaktoren signifikant im Vergleich zu Placebo: Das HDL-Cholesterin nahm um 22 Prozent zu, die Triglyzeride nahmen um 21 Prozent und das CRP um 50 Prozent ab. Die Patienten der Rimonabant-Gruppe hatten 4,3 kg an Gewicht abgenommen und der Taillenumfang, das bedeutet das kardiovaskulär besonders riskante abdominale Fettgewebe, hatte sich um 4,6 cm reduziert.

In Deutschland wird Rimonabant von den gesetzlichen Kassen als Lifestyle-Medikament eingestuft und nicht bezahlt. Die britische Gesundheitsbehörde NICE hat im Gegensatz dazu die Erstattung von Rimonabant empfohlen.

*Strategy To Reduce Atherosclerosis Development Involving Administration of Rimonabant - the Intravascular Ultrasound Study

Volumen von Atheromen in Koronarien sinkt deutlich.

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